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Den Freunden des «Boston-Bombers» drohen 20 Jahre Haft

Die zwei aus Kasachstan stammenden Kommilitonen von Dschochar Zarnajew wurden wegen Beihilfe und der Beseitigung von Beweismaterial angeklagt. Sie entwendeten einen Laptop und einen Rucksack.

Sind sei Mai in Haft: Die beiden Kommilitonen von Zarnajew. (Archivbild)
Sind sei Mai in Haft: Die beiden Kommilitonen von Zarnajew. (Archivbild)
Keystone

Zwei Kommilitonen des «Boston-Bombers» Dschochar Zarnajew sind wegen Beihilfe und Beseitigung von Beweismaterials angeklagt worden. Das teilten US-Behörden am Donnerstag in Boston mit. Den beiden aus Kasachstan stammenden, 19-jährigen Studenten werde vorgeworfen, einen Laptop, Feuerwerkskörper und andere Gegenstände aus Zarnajews Zimmer einen Tag vor seiner Festnahme im April beseitigt zu haben. Sie sind seit Mai in Haft. Bei einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 20 Jahre Haft.

Dem 20-jährigen Zarnajew wird vorgeworfen, zusammen mit seinem Bruder Tamerlan am 15. April einen Bombenanschlag beim Boston Marathon verübt zu haben. Dabei wurden drei Menschen getötet und mehr als 260 verletzt. Er wurde am 19. April nach einer Verfolgungsjagd verhaftet, bei der sein Bruder getötet wurde.

Anwälte der beiden angeklagten Kasachen sagten, ihre Mandanten hätten wissentlich kein Beweismaterial entfernt. «Für mich hört sich das wie eine Hexenjagd an», sagte einer der Anwälte, Arkady Bukh. Der Anklage zufolge hat einer der Studenten am 18. April eine SMS von Zarnajew erhalten, in der es hiess, er könne in Zarnajews Zimmer gehen «und nehmen, was da ist». Die beiden hätten dann einen Laptop, einen Rucksack mit Feuerwerkskörpern und Industrie-Vaseline entfernt. Die Verteidiger sagten, ihre Mandanten hätten mit der Polizei kooperiert: Sie hätten den Laptop übergeben und gesagt, wo sie den Rucksack finden könne.

AP/chk

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