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Der Brief an Erdogan zeigt, was in der US-Aussenpolitik schiefläuft

Das syrische Desaster illustriert Trumps Gewissenlosigkeit: Diplomatie wird zur innenpolitischen Waffe, jeder ist sich selbst der Nächste.

MeinungMartin Kilian, Washington
Trump schüttelt mit grimmigem Gesichtsausdruck Erdogans Hand: G-20-Gipfel in Osaka, Juni 2019. Foto: Kevin Lamarque (Reuters)
Trump schüttelt mit grimmigem Gesichtsausdruck Erdogans Hand: G-20-Gipfel in Osaka, Juni 2019. Foto: Kevin Lamarque (Reuters)

Sprunghaft, widersprüchlich, zuweilen amateurhaft und untermalt von kultischen Begegnungen mit starken Männern wie Wladimir Putin und Kim Jong-un: So betreibt Donald Trump amerikanische Aussenpolitik.

Beim syrischen Debakel, dessen Opfer Kurden sind, die Tausende beim Kampf gegen den Islamischen Staat und für die Sache der US-Amerikaner und Europäer verloren haben, kommt dies alles geballt zum Vorschein. Der US-Präsident gab seinem isolationistischen Impuls nach, durchdacht aber war nichts. Statt zu planen, folgte Trump seinem Bauchgefühl. Seit dem Beginn der Krise im syrischen Nordosten schleudert der Präsident deshalb querbeet durch die aussenpolitische Landschaft und agiert gleichermassen hirn- wie herzlos.

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