Zum Hauptinhalt springen

Der historische Wandel in Kanada

Der konservative Premierminister Stephen Harper gewinnt die Parlamentsmehrheit. Die grosse Überraschung: Zum ersten Mal in Kanadas Geschichte bildet die Linke die offizielle Opposition.

Jubel im Hauptquartier: Der kanadische Premierminister Stephen Harper am Montagabend.
Jubel im Hauptquartier: Der kanadische Premierminister Stephen Harper am Montagabend.
Reuters

Stephen Harper reibt sich bestimmt die Augen: Ziemlich unerwartet ist für den 51-jährigen Premierminister Kanadas ein Traum in Erfüllung gegangen. Endlich, nach fünf Jahren Minderheitsregierung, kann er mit einer Mehrheit im nationalen Parlament regieren. Harpers konservative Partei gewann überraschend 166 von 308 Sitzen und vereinte knapp 40 Prozent der Stimmen auf sich. Harper hat viele Wähler mit einem soliden Wirtschaftskurs überzeugt und erfolgreich die Gemeinden von Immigranten umworben. Der studierte Ökonom hat sich die nötigen Stimmen ausgerechnet in der Provinz Ontario geholt, wo er geboren wurde und aufgewachsen ist, der er als junger Mann aber den Rücken kehrte. Seine neokonservativen Ansichten hat er in der Westprovinz Alberta verfeinert, wo er vorübergehend in der Erdölindustrie arbeitete.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.