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Die andere Bombe

Die US-Atombombe auf Hiroshima mag sich rechtfertigen lassen, nicht aber jene auf Nagasaki – die Stadt, welche über drei Jahrhunderte das Einfallstor der westlichen Kultur nach Japan war.

Eigentlich sollte sie Kokura treffen – nur wegen schlechten Wetters warfen die Amerikaner die Bombe über Nagasaki ab. «Fat Man» 1945 auf Tinian. Foto: PhotoQuest, Getty Images
Eigentlich sollte sie Kokura treffen – nur wegen schlechten Wetters warfen die Amerikaner die Bombe über Nagasaki ab. «Fat Man» 1945 auf Tinian. Foto: PhotoQuest, Getty Images

Warme Nebel hängen über dem Sanno-Schrein. Es ist schwül und still. Eine junge Frau, Maho, macht Fotos vom «einbeinigen Tori», der Hälfte des Tores zum Shinto-Schrein. Als die zweite amerikanische Atombombe am 9. August 1945 dieses Stadtviertel Nagasakis ausradierte, blieben nur das halbe Tori und die Strünke zweier Kampferbäume stehen. 70'000 Menschen kamen um, die Hälfte sofort. Viele andere starben einen langsamen, qualvollen Strahlentod.

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