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Die beiden Männer fürs Grobe

Zwei dubiose Militärpsychologen erledigten die Folterarbeit für den amerikanischen Geheimdienst. Dabei ging es brachial zu und her.

Von Martin Kilian, Washington

Sie wandern unter den Pseudonymen Dr. Grayson Swigert und Dr. Hammond Dunbar durch den am Dienstag veröffentlichten Folter-Report des Geheimdienstausschusses im US-Senat: Zwei Militärpsychologen, die im Auftrag der CIA Foltermethoden für Terrorverdächtige entwickelten und von 2002 bis 2007 in den geheimen CIA-Gefängnissen an der Arbeit waren. Ihre wahren Namen sind bekannt: James Mitchell und Bruce Jessen. Sie erhielten von der CIA 81 Millionen Dollar im Rahmen eines Vertrags, der ihrer eigens zu Folterzwecken gegründeten Firma bis zu 180 Millionen Dollar auszahlen sollte.

Das viele Geld floss nur, weil Mitchell und Jessen das Glück hatten, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Kurz nach den Al-Qaida-Anschlägen in New York und Washington im September 2001 hatte Präsident George W. Bush seinen «Krieg gegen den Terror» erklärt. «Mir ist es egal, was die Anwälte sagen, wir werden diesen Leuten in den Hintern treten», sagte Bush damals zu Pentagon-Boss Donald Rumsfeld. «Verschärfte Verhörmethoden» waren eine der Methoden, um der Terrorgefahr Herr zu werden, glaubten Bush, Rumsfeld und vor allem Vizepräsident Dick Cheney.

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