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Die Heimat der Bescheidenheit

Uruguay ist ein lateinamerikanischer Sonderfall. Es hat einen bodenständigen Präsidenten, progressive Gesetze – und verblüffende Ähnlichkeiten mit der Schweiz.

Staatspräsident José Mujica, in Uruguay Pepe genannt, in seinem Haus ausserhalb von Montevideo. Foto: Luiz Maximiano (Laif)
Staatspräsident José Mujica, in Uruguay Pepe genannt, in seinem Haus ausserhalb von Montevideo. Foto: Luiz Maximiano (Laif)

Ein Industriegebiet ausserhalb von Monte­video: Tankstellen, Lagerhallen, Werkstätten, Brachflächen. Urbane Aussenposten im Nieselregen, Trostlosigkeit unter tief hängenden Wolken. Von der Stadtautobahn auf eine Landstrasse, von der Landstrasse auf einen Schotterweg, links ein Gasthof und ein paar Scheunen, rechts Weideland. Nach einigen Hundert Metern ein Schlagbaum, aus einem Wärterhäuschen tritt einer von zwei Polizisten, nähert sich gemächlich und sagt: «Entschuldigen Sie, aber von hier an ist der Weg gesperrt. Da vorne wohnt der Präsident.»

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