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Die Kriege in Afghanistan und im Irak

Es war die kurze Renaissance der US-Kavallerie: An der Seite von Afghanistans berittener Nordallianz kämpften Ende 2001 auch Elitesoldaten der US Army und CIA-Offiziere auf Pferden. Im unzugänglichen HindukuschGebirge machten sie Jagd auf die Taliban und al-Qaida. Allerdings setzten die US Special Forces auch Hightechgeräte aus dem 21. Jahrhundert ein, etwa um feindliche Stellungen für die Luftwaffe zu markieren. Das Pentagon begann Anfang 2002, seine Elitetruppen wieder abzuziehen, obwohl ihnen Osama Bin Laden entwischt war. Im Irak warteten neue Aufgaben.
Die Geste war imperial: Am 1. Mai 2003 landete US-Präsident George W. Bush an Bord eines Kampfjets auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln. Vor einem Banner mit der Aufschrift «Mission accomplished» verkündete er das Ende der grösseren Kampfhandlungen im Irak. Zu diesem Zeitpunkt waren 139 US-Soldaten getötet und 542 verletzt worden. Der amerikanische Siegestaumel endete nur Wochen später, als im Irak ein Guerillakrieg begann. Die Opferzahlen stiegen und entlarvten Bushs Auftritt als verfrüht und anmassend.
Nach acht Monaten auf der Flucht fiel der irakische Ex-Diktator der US-Armee in die Hände. Saddam Hussein kauerte in einem Erdloch auf einem Bauernhof bei Tikrit, als er am 13. Dezember 2003 festgenommen wurde. Paul Bremer, Chef der Besatzungsbehörde in Bagdad, sagte vor der Presse: «Wir haben ihn.» Die irakischen Journalisten jubelten. «Tod für Saddam!», riefen sie immer wieder. Der Diktator war verantwortlich für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ein irakisches Gericht verurteilte ihn zum Tod. Am 30. Dezember 2006 wurde Saddam Hussein hingerichtet.
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