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Jetzt kommt die Sprachpolizei

Redner werden ausgeladen, Wörter verbannt, Ideen unterdrückt: An amerikanischen Universitäten grassiert eine neue Form von politischer Korrektheit.

Ein halbes Jahrhundert nach der «Free Speech»-Bewegung: Die Redefreiheit wird jetzt eingeschränkt.
Ein halbes Jahrhundert nach der «Free Speech»-Bewegung: Die Redefreiheit wird jetzt eingeschränkt.
Steffen Kugler, Keystone

Bestimmte Bücher werden als verletzend empfunden und aus den Seminaren verbannt. Die Sprachpolizei patrouilliert den Campus und registriert selbst kleinste «Mikroaggressionen». Lehrende sollen vorsorglich «vor Auslösern» warnen, wenn in Vorlesungen Stoffe behandelt werden, die bei Studenten psychologische Traumata hervorrufen könnten. Und Identitätspolitik wie politische Korrektheit, beides eigentlich alte Hüte, sind wieder da. «Etwas Merkwürdiges passiert an amerikanischen Universitäten und Colleges», melden der Sozialpsychologe Jonathan Haidt und der Anwalt Greg Lukianoff in einem kürzlich im «Atlantic Monthly» publizierten Artikel.

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