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«Die spanischen Manager hatten 15 Minuten, um ihre Büros zu räumen»

Die argentinische Präsidentin enteignet einen Ölkonzern und wird dafür von ihren Landsleuten bejubelt. Lateinamerika-Korrespondent Sandro Benini erklärt die Hintergründe der Verstaatlichung von YPF.

Michael Marti
Als Staatsunternehmen soll YPF die Energiekrise in Argentinien entschärfen: Förderstation in der patagonischen Provinz Neuquen. (14. Oktober 2011)
Als Staatsunternehmen soll YPF die Energiekrise in Argentinien entschärfen: Förderstation in der patagonischen Provinz Neuquen. (14. Oktober 2011)
Reuters
Freudentaumel im Senat: Vizepräsident Amado Boudou (r.) jubelt nachdem die Mitglieder der Enteignung von YPF zugestimmt haben. (26. April 2012)
Freudentaumel im Senat: Vizepräsident Amado Boudou (r.) jubelt nachdem die Mitglieder der Enteignung von YPF zugestimmt haben. (26. April 2012)
AFP
Die Verstaatlichung hat grossen Rückhalt in der Bevölkerung: Anhänger von Krichners Plan demonstrieren in Buenso Aires. (25. April 2012)
Die Verstaatlichung hat grossen Rückhalt in der Bevölkerung: Anhänger von Krichners Plan demonstrieren in Buenso Aires. (25. April 2012)
Keystone
Müsste für die Enteignung entschädigt werden: Sitz des spanischen Konzerns Repsol in Madrid.
Müsste für die Enteignung entschädigt werden: Sitz des spanischen Konzerns Repsol in Madrid.
AFP
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Die Verstaatlichung des Energiekonzerns YPF durch die argentinische Regierung hat weltweit Unverständnis und Protest ausgelöst. Wer hat Recht: Argentinien oder die Welt?

Es gibt viele Länder, in denen der Staat das Geschäft mit den natürlichen Ressourcen kontrolliert – etwa Brasilien, Mexiko, Chile, Bolivien oder Venezuela. Aber auch Norwegen und Saudiarabien. Grundsätzlich hat Argentinien das Recht, denselben Weg einzuschlagen. Das ist aber keine Rechtfertigung für die Heuchelei und die Gangstermethoden, mit denen die argentinische Präsidentin Cristina Fernández bei der Verstaatlichung von YPF vorgegangen ist.

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