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Die USA erliegen der imperialen Versuchung

Nach dem Pflichtkrieg in Afghanistan sollte der Feldzug gegen den Irak zur Kür werden. Die angestrebte Machtdemonstration geriet jedoch zum Desaster.

Christof Münger
Es war die kurze Renaissance der US-Kavallerie: An der Seite von Afghanistans berittener Nordallianz kämpften Ende 2001 auch Elitesoldaten der US Army und CIA-Offiziere auf Pferden. Im unzugänglichen HindukuschGebirge machten sie Jagd auf die Taliban und al-Qaida. Allerdings setzten die US Special Forces auch Hightechgeräte aus dem 21. Jahrhundert ein, etwa um feindliche Stellungen für die Luftwaffe zu markieren. Das Pentagon begann Anfang 2002, seine Elitetruppen wieder abzuziehen, obwohl ihnen Osama Bin Laden entwischt war. Im Irak warteten neue Aufgaben.
Es war die kurze Renaissance der US-Kavallerie: An der Seite von Afghanistans berittener Nordallianz kämpften Ende 2001 auch Elitesoldaten der US Army und CIA-Offiziere auf Pferden. Im unzugänglichen HindukuschGebirge machten sie Jagd auf die Taliban und al-Qaida. Allerdings setzten die US Special Forces auch Hightechgeräte aus dem 21. Jahrhundert ein, etwa um feindliche Stellungen für die Luftwaffe zu markieren. Das Pentagon begann Anfang 2002, seine Elitetruppen wieder abzuziehen, obwohl ihnen Osama Bin Laden entwischt war. Im Irak warteten neue Aufgaben.
Reuters
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Noch bevor George W. Bush am Abend des 11. September 2001 vor die Fernsehkameras trat, stand fest, dass die USA in den Krieg ziehen werden. Jeder US-Präsident hätte auf einen solchen Angriff und den Massenmord reagieren müssen, wenn er nicht seine Glaubwürdigkeit verspielen wollte. Entsprechend unmissverständlich äusserte sich Bush um 20.30 Uhr Ortszeit: «Wir werden keinen Unterschied machen zwischen den Terroristen, welche diese Taten verübt haben, und denjenigen, die ihnen Zuflucht gewähren.» Damit stand Afghanistan als Angriffsziel fest.

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