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«Durch unsere Enthüllungen ist niemand zu Schaden gekommen»

Nach Ansicht von Julian Assange hat die Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten niemandem geschadet. Im Gegenteil: Wikileaks habe eine zentrale Rolle beim arabischen Frühling gespielt.

«Grosser Wandel ist immer mit Risiken verbunden»: Wikileaks-Gründer Julian Assange.
«Grosser Wandel ist immer mit Risiken verbunden»: Wikileaks-Gründer Julian Assange.

Die Enthüllungsplattform hat laut deren Gründer Julian Assange bei den Unruhen in der arabischen Welt eine wichtige Rolle gespielt, indem Wikileaks Geheimdokumente über die autoritären Regierungen dieser Länder veröffentlicht habe, sagte Assange vor Publikum beim Hay-Literaturfestival in Wales.

Er betonte aber, dass Wikileaks nicht der einzige oder wichtigste Faktor bei den Protestbewegungen in diesen Ländern gewesen sei. Stattdessen bescheinigte er der Verbreitung des Internets und der zunehmenden Bedeutung von Satelliten-Fernsehsendern wie al-Jazeera wichtige Rollen bei den Protesten.

An die Adresse von Kritikern gerichtet, nach deren Ansicht die Enthüllungen von Wikileaks Menschenleben gefährden, sagte Assange, dass grosser Wandel mit Risiken und sogar Tod verbunden sei.

Berufung gegen drohende Auslieferung

In den USA laufen Ermittlungen gegen Assange, um zu prüfen, ob der Wikileaks-Gründer gegen das US-Gesetz verstiess, indem die Enthüllungsplattform Zehntausende geheime Regierungsdokumente veröffentlichte. In Schweden wird gegen den 39-jährigen Assange wegen Vergewaltigungsvorwürfen zweier Frauen ermittelt. Der Australier ist in Grossbritannien auf Kaution frei und hat Berufung gegen seine drohende Auslieferung nach Schweden eingelegt.

dapd/pbe

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