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«Eichmann war stolz auf alles, was er getan hatte»

Der vor den Nazis geflohene Jurist Gabriel Bach war 1961 Ankläger im Prozess gegen Adolf Eichmann. Dieser hatte die Massenvernichtung der Juden in den Gaskammern von Auschwitz geplant.

Gabriel Bach: «Ich habe das Schlimmste im Menschen gesehen.» Foto: Severin Wurnig (APA, Keystone)
Gabriel Bach: «Ich habe das Schlimmste im Menschen gesehen.» Foto: Severin Wurnig (APA, Keystone)

Er ist der letzte Überlebende. Alle anderen Richter, Ankläger und Verteidiger des Eichmann-Prozesses von 1961 sind inzwischen gestorben. Gabriel Bach empfängt uns bei sich zu Hause in Jerusalem. Seine Wohnung atmet den Geist eines vergangenen Deutschlands. Literatur, Fotografien und ein Mannschaftsbild von Schalke 04 zeugen von jenem Land, das die jüdische Familie Bach 1938 zur Flucht gezwungen hatte. Der 87-Jährige ist hellwach, sein Erinnerungs­vermögen ungebrochen. Der ehemalige Generalstaatsanwalt spricht druckreif. Und mit der Eindringlichkeit eines Mannes, der in die Abgründe der menschlichen Natur gesehen hat.

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