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Ein kompliziertes Verhältnis

Der Iran und die USA betreiben seit Jahrzehnten geheime Spiele. Dabei verkehrten sich die amerikanischen Absichten mehrmals ins Gegenteil. Teherans Draht nach Nordkorea macht das Ganze nicht einfacher.

Martin Kilian, Washington
Ein kompliziertes Verhältnis: Ein iranischer Kleriker vor einer unmissverständlichen Wandmalerei an der ehemaligen US-Botschaft in Teheran, am 22. Jahrestag... (4. November 2001)
Ein kompliziertes Verhältnis: Ein iranischer Kleriker vor einer unmissverständlichen Wandmalerei an der ehemaligen US-Botschaft in Teheran, am 22. Jahrestag... (4. November 2001)
Reuters
In Waffenlieferungen involviert: US-Präsident Ronald Reagan, im Bild am 25. April 1986 vor dem Weissen Haus, stärkte das Mullah-Regime in Teheran.
In Waffenlieferungen involviert: US-Präsident Ronald Reagan, im Bild am 25. April 1986 vor dem Weissen Haus, stärkte das Mullah-Regime in Teheran.
Joe Marquette, Reuters
Iran-Contra-Affäre: Unter Reagan wurden Einnahmen aus geheimen Waffenverkäufen an den Iran an die Guerilla-Bewegung der Contras in Nicaragua weitergeleitet. Im Bild: Sandinisten führen einen über Nicaragua abgeschossenen US-Piloten ab. (Oktober 1986)
Iran-Contra-Affäre: Unter Reagan wurden Einnahmen aus geheimen Waffenverkäufen an den Iran an die Guerilla-Bewegung der Contras in Nicaragua weitergeleitet. Im Bild: Sandinisten führen einen über Nicaragua abgeschossenen US-Piloten ab. (Oktober 1986)
Reuters
Der gefährliche Nachbar: Ab 1982 unterstützten die USA den irakischen Autokraten Saddam Hussein im Krieg gegen den Iran... (20. Januar 1999)
Der gefährliche Nachbar: Ab 1982 unterstützten die USA den irakischen Autokraten Saddam Hussein im Krieg gegen den Iran... (20. Januar 1999)
Reuters
...21 Jahre und zwei Golfkriege später nahmen ihn US-Soldaten fest. Im Bild: Ein Marine bedeckt das Gesicht einer Saddam-Statue in Bagdad mit der US-Flagge. (9. April 2003)
...21 Jahre und zwei Golfkriege später nahmen ihn US-Soldaten fest. Im Bild: Ein Marine bedeckt das Gesicht einer Saddam-Statue in Bagdad mit der US-Flagge. (9. April 2003)
Goran Tomasevic, Reuters
Machtspiele im Mittelmeer: Reliant Mermaid, eine jährliche trilaterale Übung von amerikanischen, israelischen und türkischen Streitkräften, kommt im Iran nicht gut an. (7. Januar 1998)
Machtspiele im Mittelmeer: Reliant Mermaid, eine jährliche trilaterale Übung von amerikanischen, israelischen und türkischen Streitkräften, kommt im Iran nicht gut an. (7. Januar 1998)
Reuters
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Seit dem Sturz des Schahs von Persien und der iranischen Geiselnahme von 52 US-Diplomaten im November 1979 werden die amerikanisch-iranischen Beziehungen durch eine stetige Abfolge klandestiner Offensiven und Gegenoffensiven sowie geheimer Abmachungen definiert. Ursünde dieses komplizierten Verhältnisses war der CIA-Coup gegen den nationalistischen iranischen Premierminister Mohammed Mossadeq 1953. Er steht beispielhaft für politische Absichten, die sich zuweilen ins Gegenteil verkehrten: Ohne den Sturz Mossadeqs wäre der verhasste Schah womöglich nie mehr auf seinen Thron zurückgekehrt, der Iran mithin nicht zu einem Staat von Mullahs und Ayatollahs geworden.

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