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Ein weisses Trump-Städtchen muss sich anpassen

Hazleton war eine uramerikanische Kleinstadt im Kohlerevier von Pennsylvania. Dann wurden neue Jobs geschaffen – und die Latinos kamen.

Drei Wörter, ein Ausrufezeichen, nachzulesen auf der ersten Seite des «Standard-Speaker», der auf dem Tresen bei Jimmy’s Quick Lunch liegt. «ES IST AUS!», schreibt das Lokalblatt an diesem Septembertag. In Grossbuchstaben. 30 Jahre lang brannte das unterirdische Feuer in der Kohlemine an der Stadtgrenze. Die Leute wissen nur, dass es stank. Der Rauch stieg über der alten Grube hoch, durch Ritzen im verseuchten Erdboden, die Schwaden rochen nach faulen Eiern, Tag und Nacht. Nun ist das Feuer gelöscht. Endlich.

Die brennende Mine war der Hitzekern einer Stadt, die wie kaum eine andere in Pennsylvania von der Kohle lebte. Im Untergrund verläuft das grösste Anthrazit-Feld der Welt, nach Kohle graben sie hier in Hazleton noch immer, aber viele Jobs gibt der Bergbau nicht mehr her. Man hört davon in den Erinnerungen der Stammgäste in Jimmy’s Quick Lunch, der Imbissbude der Alten, Weisse allesamt. Und man begegnet ihnen in den Biografien der Einwohner.

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