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Erster Ureinwohner zieht ins Parlament von Peru

Eduardo Nayap Kinin schafft als erster Ureinwohner den Sprung ins peruanische Parlament. Sein erstes Ziel ist die Aufarbeitung eines blutigen Niederschlags gegen sein eigenes Volk im Jahr 2009.

Möchte sich vor allem für sein eigenes Volk einsetzen: Eduardo Nayap Kinin bei einer Wahlveranstaltung.
Möchte sich vor allem für sein eigenes Volk einsetzen: Eduardo Nayap Kinin bei einer Wahlveranstaltung.

Der Soziologe, Theologe und protestantische Pastor Eduardo Nayap Kinin ist als erster Ureinwohner aus dem Amazonasgebiet ins Parlament von Peru gewählt worden. Der 55-Jährige vom Volk der Awajun wurde bei der Parlamentswahl am 10. April in der Amazonas-Provinz gewählt, wie die Nationalen Wahlbehörde am Dienstag mitteilte. Nayap Kinin trat für Gana Peru an, die Partei des Linksnationalisten Ollanta Humala. Humala gewann die am selben Tag abgehaltene erste Runde der Präsidentschaftswahl und muss in einer Stichwahl am 5. Juni gegen Keiko Fujimori antreten.

Auf der Website peru.com kündigte Nayap Kinin an, er wolle sich als Abgeordneter in Lima für alle Volksgruppen des Amazonasgebiets einsetzen. Unter anderem wolle er dafür eintreten, dass die blutige Niederschlagung von Indianer-Protesten in seiner Heimatstadt Bagua vom Juni 2009 aufgeklärt werde. Damals hatten Ureinwohner gegen Dekrete zur Ausbeutung des Amazonasgebiets protestiert, bei Zusammenstössen mit der Polizei wurden 34 Menschen getötet. Es war die schwerste Gewalt in dem lateinamerikanischen Land seit fast 20 Jahren gewesen. Das Amazonasgebiet erstreckt sich über fast zwei Drittel des peruanischen Territoriums.

AFP/mrs

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