Zum Hauptinhalt springen

ETH-Forscherin nun doch in Boston gelandet

Die Iranerin Samira Asgari, der ein Flug in die USA von der Swiss verweigert wurde, ist nun offenbar doch in Boston angekommen. Zuvor hatte sie Klage eingereicht.

USA drohten auch mit 50'000 Dollar Busse: Swiss-Maschine. (Archivbild)
USA drohten auch mit 50'000 Dollar Busse: Swiss-Maschine. (Archivbild)
Christian Beutler, Keystone
Verfügt über ein gültiges US-Visum: Iranische ETH-Forscherin Samira Asgari.
Verfügt über ein gültiges US-Visum: Iranische ETH-Forscherin Samira Asgari.
Keystone
Weltweit gibt es Proteste gegen das Einreiseverbot von Trump: Demonstranten in New York. (2. Februar 2017)
Weltweit gibt es Proteste gegen das Einreiseverbot von Trump: Demonstranten in New York. (2. Februar 2017)
Alba Vigaray, Keystone
1 / 5

Die iranische Biologin und ETH-Lausanne-Forscherin Samira Asgari ist gemäss dem Westschweizer Fernsehen «RTS» in Boston. Zuvor hatte sie zweimal vergeblich versucht, in die USA einzureisen, weshalb sie eine Klage gegen Donald Trump, Customs and Border Protection sowie gegen Homeland Security eingereicht hatte, wie der «Boston Globe» berichtete.

In Boston wurde die Passagierin aus der Schweiz, die mit einer Lufthansa-Maschine von Frankfurt aus in die USA flog, herzlichst empfangen.

Swiss drohte hohe Busse

Ein US-Beamter sprach gegenüber Asgari persönlich einen Einreisebann aus, als diese am letzten Samstag von Frankfurt aus versuchte, nach Boston zu fliegen. Auch der zweite Versuch ab Zürich vom Dienstag mit Swiss blieb erfolglos. Die Zoll- und Grenzschutzbehörde der USA erteilte keine Bewilligung. Offenbar wäre zudem gegen die Schweizer Fluggesellschaft eine Busse von 50'000 Dollar ausgesprochen worden.

Bei der Dokumentenkontrolle am Gate werden laut Swiss die Daten mit den amerikanischen Behörden abgestimmt. Diese würden dann angeben, ob der Passagier in die USA reisen könne oder nicht. «Es ist bekannt, dass den Fluggesellschaften eine Busse auferlegt wird, wenn sie sich nicht an die Anweisungen der amerikanischen Behörden halten», sagt Swiss-Sprecherin Karin Müller. Zudem wäre Swiss in so einem Fall verantwortlich dafür, die Person wieder zurück in die Schweiz zu fliegen.

Harvard-Universität wartet auf Asgari

Die 30-jährige Iranerin forscht seit fünf Jahren als Bioinformatikerin an der EPFL in Lausanne. Sie hat für ihre Arbeit bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Sie wollte an der Medical School der Harvard-Universität in Boston forschen.

In einer früheren Version dieses Artikels stand, die USA hätten dem Swiss-Flug die Landeerlaubnis nicht erteilt. Das hatte das Magazin «Politico» berichtet. Die Swiss dementierte das später gegenüber Redaktion Tamedia. Sprecherin Karin Müller antwortete auf die Frage, ob der Swiss die Landeerlaubnis entzogen worden wäre, wenn Asgari im Flugzeug gesessen hätte: «Swiss hat keine Drohung von den US-Behörden erhalten».

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch