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Evo Morales auf ewig?

Sein Mandat gilt noch vier Jahre, doch Boliviens Präsident will sich eine weitere Amtszeit genehmigen lassen. Damit riskiert «El Evo» ein Eigentor.

Damals hat es für eine neue Amtszeit gereicht: Werbeplakat für Evo Morales während des Wahlkampfs im Oktober 2014. Foto: Enric Marti (AP, Keystone)
Damals hat es für eine neue Amtszeit gereicht: Werbeplakat für Evo Morales während des Wahlkampfs im Oktober 2014. Foto: Enric Marti (AP, Keystone)

Zwei Buchstaben und ein Apostroph sollen den Weg in Boliviens Zukunft weisen. Ein S und ein í, gepinselt in optimistischem Grün an Hauswände, Felsen, Laternenpfähle, Strommasten, sogar an die Rinnsteine der Landstrassen des Andenhochplateaus. «Sí» steht auf T-Shirts, Baseballkappen, Abziehbildern und in den Schachteln billiger Barbie-Puppen-Imitate, die im tropischen Departement Beni verteilt wurden. Dieses Jawort, grafisch eingebettet in einem Pfeil, soll die Bolivianer dazu motivieren, diesen Sonntag die Verfassung ihres Landes zu ändern. Die Frage zur Antwort lautet: «Sind Sie einverstanden, dass Präsident und Vizepräsident zweimal nacheinander wiedergewählt werden können?» Und für alle, denen das zu technisch ist, haben die Anstreicher der Regierungspartei an vielen Stellen noch drei weitere Lettern dazugepinselt: E V O.

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