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«Falsche Anreize für die falschen Leute»

UBS-Informant Bradley Birkenfeld scheidet die Geister. In den USA sieht man ihn als mutigen Informanten. In der Schweiz findet er kaum Sympathie. Wirtschaftsrechtsprofessor Peter V. Kunz erklärt, warum.

Thomas Ley
Umstritten: Bradley Birkenfeld vor fast drei Jahren, am Tag, als er noch als verurteilter Steuerbetrüger seine Gefängnisstrafe antreten musste. (Foto: 8. Januar 2010)
Umstritten: Bradley Birkenfeld vor fast drei Jahren, am Tag, als er noch als verurteilter Steuerbetrüger seine Gefängnisstrafe antreten musste. (Foto: 8. Januar 2010)
Tim Shaffer, Reuters

Herr Kunz, ist die Belohnung für Bradley Birkenfeld nicht eine Anerkennung für die weltweite Whistleblower-Bewegung?

Da wäre ich weniger optimistisch. Um das gleich vorauszuschicken: Ich bin sehr für eine griffige Schweizer Gesetzgebung zum Schutz von Whistleblowern. Aber der unmittelbare Effekt dieses Entscheids der US-Steuerbehörde ist, dass Leute, die Missstände aufdecken, ein schlechtes Image bekommen.

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