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«Für Juristen gibt es in Venezuela keine legitime Regierung mehr»

Am Tag der verpassten Vereidigung feiert Venezuela seinen Präsidenten. Lateinamerika-Korrespondent Sandro Benini sagt, weshalb das oberste Gericht vor der Regierung kuscht, und was passiert, wenn Chávez stirbt.

Beten für ihren Präsidenten: Anhänger von Hugo Chàves in Caracas. (10. Januar 2013)
Beten für ihren Präsidenten: Anhänger von Hugo Chàves in Caracas. (10. Januar 2013)
AFP
Ich bin Chàvez: Anhänger des Präsidenten drücken ihre Solidarität aus. (10. Januar 2013)
Ich bin Chàvez: Anhänger des Präsidenten drücken ihre Solidarität aus. (10. Januar 2013)
Reuters
Zehntausende versammeln sich zu den Feierlichkeiten: Überfüllte Strassen in Caracas. (10. Januar 2013)
Zehntausende versammeln sich zu den Feierlichkeiten: Überfüllte Strassen in Caracas. (10. Januar 2013)
AFP
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Der krebskranke Hugo Chávez kann heute seinen Amtseid nicht leisten. Ist absehbar, ob und wann er den Schwur auf die Verfassung nachholen kann?

Nein. Was die Regierung bisher über seinen Gesundheitszustand mitgeteilt hat, ist Folgendes: Am 11. Dezember unterzog er sich in Havanna einer sechsstündigen Operation, um einen Tumor zu entfernen. Es war bereits der vierte Eingriff seit eineinhalb Jahren. Während der Operation kam es zu Komplikationen wegen einer Blutung, danach ging es Chávez angeblich einige Tage besser, ehe eine Lungenentzündung mit schwerer Atemnot auftrat. In der letzten offiziellen Mitteilung wird sein Zustand als stationär bezeichnet. Gerüchten zufolge mussten ihn die Ärzte in ein künstliches Koma versetzen. Aufgrund der Informationen und der Vorgänge in Venezuela scheint es eher unwahrscheinlich, dass Chávez sein Amt jemals wieder ausüben wird. Aber in diesem Punkt kann man sich täuschen. Seine letzten öffentlich geäusserten Worte vor der Abreise nach Kuba waren: ‹Natürlich werde ich zurückkehren.›

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