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Für nichts gefoltert

Die CIA hat immer wieder behauptet, dass sie nur durch Folter auf die Spur von Osama Bin Laden kam. Der Bericht des US-Senats belegt nun, dass alle angeblichen Verhörerfolge frei erfunden oder aufgebauscht waren.

In diesem Haus im pakistanischen Abbottabad wurde Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden am 2. Mai 2011 von einer US-Eliteeinheit erschossen. Foto: Warrick Page («New York Times», Redux, Laif)
In diesem Haus im pakistanischen Abbottabad wurde Al-Qaida-Chef Osama Bin Laden am 2. Mai 2011 von einer US-Eliteeinheit erschossen. Foto: Warrick Page («New York Times», Redux, Laif)

Den Pfad in die Dunkelheit betritt Amerika am 4. August 2002, vormittags um zehn Minuten vor zwölf.

Ein paar Mitarbeiter der Central Intelligence Agency öffnen die Zelle von Abu Subaida, einem Terrorverdächtigen, der seit anderthalb Monaten in der Isolation ausharrt. Sie packen den Gefangenen, einen 30 Jahre alten saudischen Staatsbürger und mutmasslichen Anführer von al-Qaida. Sie verbinden ihm die Augen, fesseln seine Hände, ziehen ihn aus und drücken ihn mit Wucht gegen die Wand aus weiss getünchtem Beton. Als sie ihm die Augenbinde abnehmen, wird eine Holzkiste in die Zelle getragen, die aussieht wie ein Sarg.

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