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Gesucht: Die Schuldigen

Die amerikanischen Bundesbehörden haben strafrechtliche Ermittlungen wegen der gigantischen Ölpest im Golf von Mexiko eingeleitet. Und drohen mit harten Strafen.

Am 2. Mai kommt US-Präsident Barack Obama in die Unglücksregion, um sich selber ein Bild zu machen.
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Reuters
Shrimpboat-Kapitäne versuchen verzweifelt, den Schaden für ihre Fanggründe einzudämmen.
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Reuters
18. Februar 2011: BP kritisiert den Verwalter des Entschädigungsfonds Kenneth Feinberg. Die künftigen Schadenersatzforderungen seien zu hoch angesetzt.
18. Februar 2011: BP kritisiert den Verwalter des Entschädigungsfonds Kenneth Feinberg. Die künftigen Schadenersatzforderungen seien zu hoch angesetzt.
Keystone
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Die Untersuchungen betreffen die Explosion auf der Bohrinsel «Deepwater Horizon» und die dadurch ausgelöste Umweltkatastrophe, wie Justizminister Eric Holder am Dienstag mitteilte. Gegen wen sich die Ermittlungen richten könnten, teilte er nicht mit. Die Handlungen aller Beteiligten würden genau geprüft, und bei Hinweisen auf vorschriftswidriges Verhalten werde eine sehr energische Antwort folgen, sagte der Justizminister in New Orleans. Die «Deepwater Horizon» wurde vom Ölkonzern BP betrieben, als sie am 20. April explodierte und im Golf von Mexiko versank. Die Ölpest ist die grösste in der Geschichte der USA. Alle Versuche, das offene Bohrloch unter Wasser zu schliessen, blieben bislang erfolglos.

Der Ölkonzern BP startet am Mittwoch einen neuen Versuch zur Eindämmung der Umweltkatastrophe. Angesichts der am Dienstag begonnenen Hurrikan-Saison schätzen Experten die Erfolgsaussichten allerdings als gering ein. Unterseebote sollen laut BP das Steigrohr absägen und ein Ventil aufsetzen, so dass das austretende Öl zum grössten Teil kontrolliert an die Oberfläche gebracht werden kann.

Wenig Vertrauen in Aussagen von BP

Nach Angaben der US-Regierung hat BP verschwiegen, mit welchen Risiken der neue Versuch verbunden ist. Ein Berater des Weissen Hauses hatte am Wochenende erklärt, durch das Absägen des beschädigten Steigrohrs könnten zunächst rund 20 Prozent mehr Öl austreten als zuvor. BP erklärte, man rechne nicht mit einer signifikanten Zunahme. Bei der Äusserung des Konzerns sei ihm nicht wohl, sagte Regierungssprecher Robert Gibbs am Dienstag. Auf die Frage, ob das Weisse Haus BP misstraue, antwortete Gibbs nicht direkt.

Unterdessen erreichten Ausläufer des Ölteppichs erstmals auch den Staat Mississippi. Wie Gouverneur Haley Barbour am Dienstag mitteilte, wurde auf der vorgelagerten Insel Petit Bois ein 3,2 Kilometer langer und ein Meter breiter Ölstreifen entdeckt. Zuvor waren bereits die Staaten Louisiana und Alabama von der Ölpest erfasst worden.

ddp/raa

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