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Selfie zeigt Trumps legendäre To-do-Liste

Ein Foto mit Steve Bannon im Weissen Haus – nur blöd, ist darauf erstmals die Liste mit Trumps Wahlversprechen zu sehen.

Von Obamacare bis zur Grenzwache: Das Selfie des Rabbi Shmuley (r.) mit Steve Bannon (m.) lässt tiefer blicken.
Von Obamacare bis zur Grenzwache: Das Selfie des Rabbi Shmuley (r.) mit Steve Bannon (m.) lässt tiefer blicken.
Twitter/@RabbiShmuley

Der erst kürzlich von Donald Trump aus dem Sicherheitsrat entlassene Steve Bannon sorgt einmal nicht mit sich selbst für Schlagzeilen, sondern mit dem, was sich dahinter befindet – im wahrsten Sinn des Wortes.

Ein auf Twitter veröffentlichtes Foto zeigt den umstrittenen Chefstrategen mit Rabbi Shmuley Boteach an der Feier zur Unabhängigkeit Israels vor einem vollgeschriebenen Whiteboard im Weissen Haus. Über dieses Board wurde in Vergangenheit viel gemunkelt, doch Fotos davon sind nie aufgetaucht – bis jetzt. Wie der britische «Guardian» berichtet, zeigt es das erste Mal die gigantische To-do-Liste der Trump-Regierung. Shmuley schreibt in einem Bericht auf Breitbart, dass es sich im Hintergrund um eine Liste mit Trumps Wahlversprechen handle. Zudem habe er das Whiteboard zum Zeitpunkt der Bildaufnahme nicht bemerkt.

Dem Brett wird grosse Relevanz zugeschrieben, denn bevor Trumps Strategien durch die Hallen des US-Kongress geistern oder von Bundesrichtern angefochten werden, stehen sie auf dieser Wand in Bannons Büro – und zwar in Form einer gigantischen To-do-Liste.

«Make Mexico pay for it»

Die Punkte der Liste sind stellenweise gut lesbar und zeigen, wie die Trump-Regierung die Prioritäten setzt. So steht an oberster Stelle: «Obamacare ausser Kraft setzen und ersetzen». Dicht darauf folgen Pläne zu Steuern und Immigration. «Eliminierung der Erbschaftssteuer», «Subventionierung von Zufluchtsstätten streichen» (wurde vom Gericht abgewiesen), «5000 zusätzliche Grenzwächter anstellen» (wurde erst eingeleitet, noch nicht verwirklicht).

«Tel Aviv to Jerusalem»/ «Isis zerschlagen»: Herangezoomt lässt sich die Liste leichter lesen und entdeckt gar neue Details. (Bild: Twitter, bearbeitet)
«Tel Aviv to Jerusalem»/ «Isis zerschlagen»: Herangezoomt lässt sich die Liste leichter lesen und entdeckt gar neue Details. (Bild: Twitter, bearbeitet)

Mancher Haken wäre für To-do-Listen-Puristen unangebracht gesetzt. So sind die Punkte «Syrisches Flüchtlingsprogramm aussetzen» und «Immigrationsstop aus terrorgefährdeten Regionen» abgehakt, obwohl beide Anordnungen vom Bundesgericht abgeblockt wurden. Vielleicht die Priorität widerspiegelnd taucht Mexiko auf dem Whiteboard in der Mitte auf und ist daher nur mithilfe beider Fotos lesbar: «Grenzmauer bauen und dann Mexiko dazu bringen, dafür zu bezahlen».

Der amerikanische orthodox-jüdische Rabbiner Boleach ist in den USA kein Unbekannter, seine Ansichten sorgten entweder für viel Lob oder Kritik. Er ist Kolumnist beim umstrittenen «Alt-right» und schrieb bis vor kurzem auch für das von Steve Bannon geführte US-Newsportal «Breitbart».

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