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Happy Birthday, Libreta!

Das kubanische Rationierungsbüchlein Libreta feiert seinen 50. Geburtstag. Im Verlauf der Jahre ist es immer dünner und laut Machthaber Raúl Castro zu einer «unerträglichen Belastung» geworden.

Die subventionierten Lebensmittel kosten den Staat rund eine Milliarde Dollar jährlich: Eine Frau hält eine Libreta in Santiago de Cuba. (10. Juli 2013)
Die subventionierten Lebensmittel kosten den Staat rund eine Milliarde Dollar jährlich: Eine Frau hält eine Libreta in Santiago de Cuba. (10. Juli 2013)
AFP

Die einen sehen in ihm ein Symbol für sozialistisch-revolutionäre Misswirtschaft, die anderen für die Fürsorglichkeit des kubanischen Staates. Heute ist es genau 50 Jahre her, seit auf Kuba das Rationierungsbüchlein eingeführt wurde, die Libreta. Es umfasst noch 20 Seiten und listet die Güter auf, welche die Einwohner zu subventionierten Preisen beziehen können: pro Person fünf Eier, ein halbes Kilo Bohnen, drei Kilo Reis, 100 Gramm Kaffee, 200 Gramm Soja, ein knappes Kilo Hühnerfleisch, eineinhalb Kilo Zucker, etwas Speiseöl und ein Paket Teigwaren. Kinder erhalten bis zu ihrem dritten Lebensjahr drei Kilo Milch in Pulverform. Erhältlich sind die Produkte in speziellen Läden, Bodegas genannt.

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