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Hat ein Tippfehler die US-Wahl beeinflusst?

Einem IT-Mitarbeiter aus dem Clinton-Stab passiert ein grosses Missgeschick. Er öffnet damit wohl russischen Hackern die Tür.

Er bekam eine Email (vermutlich von russischen Hackern) mit der Aufforderung, sein Passwort zu ändern: Hillary Clintons Wahlkampfmanager John Podesta.
Er bekam eine Email (vermutlich von russischen Hackern) mit der Aufforderung, sein Passwort zu ändern: Hillary Clintons Wahlkampfmanager John Podesta.
Lucy Nicholson, Reuters

Am 19. März bekommt John Podesta, der Wahlkampfmanager von Hillary Clinton, eine E-Mail. Sie wird in die US-Wahlkampfgeschichte eingehen. «Hi John», ist darin zu lesen, «jemand hat dein Passwort gestohlen.» Die Mail ist als offizielle Benachrichtigung von Google getarnt, in Wahrheit stecken offenbar russische Hacker dahinter. Die Angreifer wollen Podesta weismachen, er müsse dringend sein Passwort ändern. So wollen sie an seine Daten kommen. Der Vorwand der Hacker: Jemand wollte sich von der Ukraine aus in Podestas E-Mail-Account einloggen. Deswegen solle er sein Passwort ändern. In Podestas Team wird man zu Recht misstrauisch und holt sich Rat bei der IT. Ist die E-Mail echt, oder handelt es sich um einen Fake? Was folgt, ist die wohl grösste Panne in der jüngeren US-Wahlkampfgeschichte. Nachzulesen ist sie noch heute auf der Enthüllungsplattform Wikileaks, wo die E-Mails inzwischen zu finden sind.

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