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Hillary Clintons Stärke

Die US-Präsidentschaftskandidatin überzeugt mit weiblichen Eigenschaften. Eine der wichtigsten davon: Sie kann zuhören.

Allen Beschwörungen zum Trotz: Seit der amerikanische Wahlkampf in seine heisse Phase getreten ist, zieht Hillary Clinton ihrem Gegner in den Umfragen davon. Donald Trumps Schwächen sind allseits bekannt, dafür sorgt er mit seinen Auftritten selber. Kaum gewürdigt wird jedoch, dass der Stimmungsumschwung auch eine Folge von Clintons Stärke ist. Clinton kann zuhören, Trump kann es nicht. «Er hat schlicht keine Aufmerksamkeitsspanne», sagt sein ehemaliger Ghostwriter Tony Schwartz, der ihn lange bei der Arbeit begleitet hat. Was das bedeutet, musste kürzlich ein Journalist der «Washington Post» erfahren. Ganze fünf Mal schweifte Donald Trump während eines gemeinsamen Interviews ab und wendete sich dem nebenan laufenden Fernseher zu. Dort zeigten sie Trump, und zu diesem meinte er anerkennend: «Viel Energie, viel Energie!» Der Mann hört nur sich selber gerne reden. Nicht einmal sein eigenes, zunehmend verzweifeltes Wahlkampfteam kommt zu ihm durch.

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