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Hugo Chávez «kämpft um sein Leben»

Der venezolanische Präsident leide an einer «neuen und schweren Infektion», teilte die Regierung mit. In Caracas wird die «intensive» Chemotherapie wegen seines Krebsleidens fortgesetzt.

Sein Gesundheitszustand hat sich drastisch verschlechtert: Der venezolanische Präsident Hugo Chávez mit seinen Töchtern. (Archivbild)
Sein Gesundheitszustand hat sich drastisch verschlechtert: Der venezolanische Präsident Hugo Chávez mit seinen Töchtern. (Archivbild)
Keystone

Eine «neue und schwere Infektion» hat den krebskranken venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez nach offiziellen Angaben in einen «sehr heiklen Zustand» versetzt. Kommunikationsminister Ernesto Villegas sagte am Montagabend im Staatsfernsehen, die Atmungsprobleme des 58-Jährigen hätten sich verschlechtert. In einer Meldung der staatlichen Nachrichtenagentur wurde präzisiert, es handele sich um eine Atemwegsinfektion.

Villegas teilte mit, Chávez unterziehe sich derzeit einer «starken Chemotherapie». Dazu kämen weitere Behandlungsmethoden. Chávez sei sich der «Schwierigkeiten bewusst», mit denen er konfrontiert sei. Villegas bezeichnete in der Erklärung die Opposition als «korrupte venezolanische Rechte», die einen psychologischen Krieg führe, zu dem Gewaltszenarien gehörten, die eine «ausländische Intervention in Venezuela» ermutigen sollten.

«Armut an Menschlichkeit»

Ein Abgeordneter der Opposition, Julio Borges, verurteilte Villegas' Äusserungen als unangebrachte Verwendung eines medizinischen Bulletins für politische Zwecke: «Ich beklage eine solche Armut an Menschlichkeit», schrieb er über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Chávez hatte erstmals im Juni 2011 von einer Krebserkrankung in seiner Hüftregion gesprochen, aber nicht die genaue Diagnose mitgeteilt. Seitdem hat er Operationen, Strahlenbehandlungen und Chemotherapien absolviert. Zuletzt wurde er am 11. Dezember in Kuba operiert; es war die vierte Operation. Am 18. Februar kehrte er von dieser Behandlung nach Caracas zurück. In den letzten Tagen des vergangenen Jahres litt Chávez in Kuba an einer schweren Atemwegsinfektion, an der er beinahe gestorben sei, enthüllte Vizepräsident Nicolas Maduro vergangene Woche.

AP/chk/mw

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