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Hurrikan Katrina verwandelte New Orleans in eine weisse Stadt

Die Afroamerikaner fühlen sich «besiegt in ihrer eigenen Stadt».

Hohe Sterberate: Arme Afroamerikaner hatten keine Chance, die Stadt New Orleans vor dem Eintreffen von Hurrikan Katrina zu verlassen.
Hohe Sterberate: Arme Afroamerikaner hatten keine Chance, die Stadt New Orleans vor dem Eintreffen von Hurrikan Katrina zu verlassen.
Eric Gay, Keystone

Als der Sturm sich verzogen hatte, waren 1800 Tote zu beklagen. Vier Fünftel von New Orleans hatte der Wirbelsturm Katrina unter Wasser gesetzt. «Der Untergang von New Orleans» betitelte der «Spiegel» seinen Aufmacher. Auch andernorts wurden der verwüsteten Stadt kaum Chancen eingeräumt.

Jetzt blüht New Orleans wieder, mit einigen Abstrichen. Seine Stadt sei «nicht länger mit Erholung und Wiederaufbau» beschäftigt, erklärte stolz Bürgermeister Mitch Landrieu im Mai. Zum zehnten Jahrestag der Katastrophe in dieser Woche gedenkt New Orleans – und feiert. Am Mittwoch kam Präsident Obama, zum Jahrestag am Samstag reist Bill Clinton an. Und doch bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Nicht nur, weil die Wahrnehmung des Zustands der Stadt weit auseinanderklafft: Laut einer neuen Erhebung ist eine Mehrheit weisser Bürger positiv eingestellt, eine Mehrheit der Afroamerikaner hingegen nicht.

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