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«In der Schweiz kann man nur an sich selber scheitern»

Ronald Pizzoferrato wuchs in einem Armenviertel von Caracas auf. Heute ist er dabei, sich in Zürich einen Namen als Fotograf zu machen.

Sieht täglich, wie gross die Kluft ist zwischen dem Existenzkampf in seiner Heimat und dem Gleichmass in der Schweiz: Fotograf Ronald Pizzoferrato. Foto: Florian Kalotay
Sieht täglich, wie gross die Kluft ist zwischen dem Existenzkampf in seiner Heimat und dem Gleichmass in der Schweiz: Fotograf Ronald Pizzoferrato. Foto: Florian Kalotay

Eine Zeit lang scheint es, als könnte Ronald zu den Bösen überlaufen. Immerhin ist er mit ihnen aufgewachsen, im Osten von Caracas – mit den Dealern, den tätowierten Maul- und Revolverhelden, den kokainbesessenen Mördern. Er weiss, dass sie die Zeit mit der gleichen Geringschätzung totschlagen wie ihre Gegner. Er hat seine besten Freunde verloren, als er dreizehn war, Luis, und später Santiago, der seine Begeisterung für die Fotografie geweckt hat. Luis wurde von fünfzehn Mitgliedern einer Gang zu Tode geprügelt, Santiago vorsätzlich überfahren. Ronald sagt: «Caracas hat sie umgebracht.»

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