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Internes Dokument bringt BP in neue Schwierigkeiten

Ein amerikanischer Abgeordneter hat einen bislang geheimen Bericht des Konzerns veröffentlicht. Darin stehen brisante Daten zur Ölkatastrophe – und womöglich der Beweis, dass BP nicht die Wahrheit sagte.

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Haben sie die Wahrheit verschwiegen: VR-Präsident Carl-Henric Svanberg (links) und die BP-Chefs.
Haben sie die Wahrheit verschwiegen: VR-Präsident Carl-Henric Svanberg (links) und die BP-Chefs.

Aus dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko könnte deutlich mehr Öl austreten als bislang angenommen. Im schlimmsten Fall könnten unter bestimmten Bedingungen bis zu 15,9 Millionen Liter pro Tag ausfliessen, heisst es in einem internen BP-Dokument.

Dieses Dokument wurde am Sonntag vom US-Kongressabgeordneten Ed Markey veröffentlicht. Bislang wurde die maximal mögliche Menge von der US-Regierung auf 9,5 Millionen Liter geschätzt.

BP erklärte, die Zahlen aus dem Dokument seien nicht relevant. Sie bezögen sich auf den Fall, dass das Absperr-Ventil am Bohrloch entfernt worden wäre - was aber nicht geschehen sei. Markey hingegen sagte, das Dokument werfe «die sehr beunruhigenden Fragen auf, was BP gewusst hat und wann sie es gewusst haben». «Es ist klar, dass BP von Anfang an in Bezug auf das wirkliche Ausmass des Öl-Lecks nicht ehrlich mit der Regierung und dem amerikanischem Volk umgegangen ist», sagte der Demokrat.

Zahlen immer grösser

Das Öl strömt seit dem 20. April ins Meer. Damals war die BP- Bohrplattform Deepwater Horizon nach einer Explosion gesunken. Anfangs hatte es geheissen, es strömten wohl bis zu 59'000 Liter Öl pro Tag ins Meer, kurz darauf war von bis zu 795'000 Litern die Rede.

Die Zahl hielt sich bis fast Ende Mai, dann sprach die Regierung von bis zu 3 Millionen Litern. Ab Mitte Juni gingen US-Experten von bis zu 6,4 Millionen Litern aus, zuletzt war dann von 9,5 Millionen Litern die Rede.

(SDA)

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