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Jetzt machen Brasiliens Gewerkschaften mobil

Zwei Wochen nach den Massenprotesten ziehen wieder Zehntausende durch die brasilianischen Strassen. Die Demonstranten fordern die 40-Stunden-Woche – manchenorts sogar mit einem Streik.

In Brasilien gehen die Proteste weiter: Ein Demonstrant wird mit Wasser vertrieben. (11. Juli 2013)
In Brasilien gehen die Proteste weiter: Ein Demonstrant wird mit Wasser vertrieben. (11. Juli 2013)
AFP

In Brasilien haben die Gewerkschaften erneut demonstriert. Sie forderten eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit. In vielen Städten legten Busfahrer und Briefträger die Arbeit nieder.

Rund zwei Wochen nach den Massenprotesten haben sich in Brasilien landesweit wieder tausende Menschen an Demonstrationen beteiligt. Diesmal wurde der Protest von den Gewerkschaften organisiert.

Nationaler Tag der Kämpfe

Sie hatten den Donnerstag zum «Nationalen Tag der Kämpfe» erklärt und zu einem Generalstreik aufgerufen. Vielerorts kam es zu Streiks. In mehreren Städten legten Bus- und U-Bahnfahrer, Post- und Krankenhausangestellte ihre Arbeit nieder.

Zu den zentralen Forderungen der Gewerkschaft gehörten unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 44 auf 40 Stunden ohne Lohneinbussen, mehr Investitionen in Bildung und Gesundheit sowie Verbesserungen für Rentner.

Geschäfte blieben geschlossen

Die Post meldete, dass rund vier Prozent ihrer insgesamt 120'000 Mitarbeiter nicht zur Arbeit erschienen seien. In São Paulo und Rio blieben Dutzende Bankfilialen und zahlreiche Geschäfte geschlossen. Viele Strassen wurden blockiert.

Auch in Porto Alegre, Manaus, Santos und Belo Horizonte gab es Proteste und Streikaktionen im öffentlichen Dienst. Bei den landesweiten Protesten gegen Korruption und Misswirtschaft vor rund zwei Wochen waren Parteien und Gewerkschaften weitgehend ausgeschlossen worden.

SDA/chk

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