Zum Hauptinhalt springen

Kirchners nächste Provokation

Wenige Monate vor den Olympischen Spielen in London hat Buenos Aires einen Werbespot veröffentlicht, der für das argentinische Team wirbt. An einem belasteten Ort und mit provokativen Aussagen.

Argentinien hat im Zusammenhang mit dem Streit um die Falklandinseln zu einem neuen Provokationsschlag ausgeholt. Das Sportministerium in Buenos Aires hat einen Werbespot veröffentlicht, der heimlich auf den Inseln gefilmt wurde und diese als «argentinischen Boden» bezeichnet. Der Clip, welcher das Olympiateam des Landes bewirbt, trägt den Titel «Olympic Games 2012: Homage to the Fallen and the Veterans of the Malvinas» (Hommage an die Gefallenen und Veteranen der Malvinas) und zeigt Fernando Zylberberg, den Captain des argentinischen Landhockeyteams, beim Training. Malvinas ist die argentinische Bezeichnung für die Falklandinseln.

In dem Clip rennt Zylberberg an einer roten britischen Telefonkabine vorbei, trainiert vor der Globe Taverne in Port Stanley seine Oberarme und macht schliesslich vor dem britischen Kriegsdenkmal Übungen für die Beine. Der Werbespot endet schliesslich mit dem Satz «Um auf englischem Boden anzutreten, trainieren wir auf argentinischem Boden». Der Clip wurde laut der englischen Zeitung «The Guardian» just an dem Tag zum ersten Mal ausgestrahlt, an dem sich der Untergang des argentinischen Kriegsschiffs General Belgrano zum 30. Mal jährte. Damals kamen 321 Personen ums Leben.

Illegal gefilmt

Zwar hatte die Regierung in Buenos Aires erst kürzlich versichert, man werde bezüglich des Falklandstreits die Olympischen Spiele in London nicht politisieren. Doch Zylberbergs Kommentare in der argentinischen Presse zum Spot lassen keinen Zweifel an dessen deutlicher Nachricht. Gegenüber dem Sender Cadena 3 sagte er: «Die Idee war, dass wir verdeutlichen, dass die Malvinas Argentinien gehören.»

Wie der Sender BBC berichtet, wurde der Film ohne offizielle Genehmigung gedreht. Dies sagte Ian Hansen, Regierungsmitglied der Inseln, gegenüber dem Sender. «Das ist einfach billige und respektlose Propaganda», äusserte er sich erbost.

Dreissig Jahre nach dem Falklandkrieg hatten sich die Spannungen zwischen Grossbritannien und Argentinien in den vergangenen Monaten erneut verstärkt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch