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Kolumbien: Friedensgespräche mit ELN-Guerilla starten

Nach dreijährigen geheimen Verhandlungen haben die kolumbianische Regierung und die Rebellen ihr Friedensgespräch offiziell in Ecuador eröffnet.

Der Verhandlungstisch steht im Nachbarland Ecuador: Kolumbiens Regierungsvertreter Juan Camilo Restrepo (r.) und Pablo Beltran, Nationalen Befreiungsheers (ELN), reichen sich an der Eröffnungszeremonie der Friedensgespräche in Quito, Ecuador, die Hand. (7. Februar 2017)
Der Verhandlungstisch steht im Nachbarland Ecuador: Kolumbiens Regierungsvertreter Juan Camilo Restrepo (r.) und Pablo Beltran, Nationalen Befreiungsheers (ELN), reichen sich an der Eröffnungszeremonie der Friedensgespräche in Quito, Ecuador, die Hand. (7. Februar 2017)
AP Photo/Dolores Ochoa, Keystone

Die kolumbianische Regierung und die Rebellengruppe ELN haben am Dienstag offiziell ihre Friedensgespräche eingeleitet. Der ecuadorianische Regierungsvertreter Juan Meriguet erklärte die Gespräche während einer kurzen Zeremonie für eröffnet.

«Der Tisch für die Verhandlungen zwischen der nationalen Regierung der Republik Kolumbien und dem Nationalen Befreiungsheer steht in Ecuador», sagte Meriguet in Sangolquí in Anwesenheit der Chefunterhändler der kolumbianischen Regierung und der ELN, Juan Camilo Restrepo und Pablo Beltrán.

Beide Parteien liessen Gefangene frei

Nach dem Friedensschluss mit der Farc-Guerilla strebt die Regierung ein ähnliches Abkommen mit der kleineren und letzten noch aktiven Rebellengruppe an. Die Friedensgespräche finden in Ecuador statt. Das Nachbarland Kolumbiens ist eines der sechs Garanten des Friedensprozesses. Den Gesprächen zwischen der Regierung und den Rebellen des Nationalen Befreiungsheers (ELN) gingen dreijährige geheime Verhandlungen voraus.

Die Eröffnungsveranstaltung fand im Anwesen Hacienda Cashapamba der Päpstlichen Katholischen Universität von Ecuador, etwa 30 Kilometer von Quito entfernt, statt. Die eigentlichen Gespräche beginnen am Mittwoch. Der Weg für sie war frei, nachdem die ELN-Guerilla vergangene Woche einen in ihrer Gewalt befindlichen ehemaligen Abgeordneten freigelassen hatte. Die Regierung liess ihrerseits zwei Guerilleros aus Gesundheitsgründen frei und begnadigte zwei weitere, die jetzt an den Gesprächen teilnehmen.

SDA/foa

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