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Kritischer Bericht: Politiker kaufen Zeitungskioske leer

In Rio brachte ein Boulevardblatt einen Artikel, der Machenschaften lokaler Politiker aufgriff. Diese kauften daraufhin die ganze Auflage auf - mit Waffengewalt.

An den Kiosken des Armenviertels Baixada Fluminense war gestern Sonntag keine Ausgabe von «Extra» zu finden. Das Boulevardblatt hatte in einem Artikel mehrere Politiker verdächtigt, vor den Lokalwahlen Wähler mit Ausflügen und Veranstaltungen geködert. Das kritische daran ist, dass die Staatsdiener an jenen Tagen offiziell angaben, auf Dienstreise gewesen zu sein. Der Deputierten-Job ist mit 13'000 Real pro Monat (rund 8000 Franken) für brasilianische Verhältnisse fürstlich bezahlt.

Bevor das Blatt im Quartier verteilt werden konnte, kauften mehrere Männer - ein Teil von Ihnen bewaffnet, die gesamte Auflage von 30'000 Stück im lokalen Verteilzentrum auf. Dies berichtet «Extra» heute. So verhinderten sie, dass die Zeitungen zu den Lesern und damit Wählern gelangte. Danach suchten sie auch die Nachbarquartiere heim.

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