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Kuba braucht den Frieden mit den USA für ein Megaprojekt

Bei der Annäherung zwischen Barack Obama und Raúl Castro geht es nicht um Demokratie, sondern ums Geschäft. In Kuba primär um das Projekt Mariel.

In Mariel, 45 Kilometer von Havanna entfernt, will sich Kuba dem globalen Kapital und Handel anbieten. In der «Zone zur Entwicklung» gelten andere Regeln als im restlichen Kuba.
In Mariel, 45 Kilometer von Havanna entfernt, will sich Kuba dem globalen Kapital und Handel anbieten. In der «Zone zur Entwicklung» gelten andere Regeln als im restlichen Kuba.
Oscar Alba
Auf der modernsten Baustelle Kubas rackern rund 4000 Arbeiter im 24-Stunden-Schichtbetrieb. Das Bauvorhaben, das 2015 beendet sein soll, kostet knapp eine Milliarde Dollar.
Auf der modernsten Baustelle Kubas rackern rund 4000 Arbeiter im 24-Stunden-Schichtbetrieb. Das Bauvorhaben, das 2015 beendet sein soll, kostet knapp eine Milliarde Dollar.
Oscar Alba
Ins Rampenlicht geraten war der Hafen von Mariel auch während der Kubakrise 1962. Bild: Luftaufnahme des US-Verteidigungsministeriums zeigt angeblich den Verlad von sowjetischem Raketenzubehör. (5. November 1962)
Ins Rampenlicht geraten war der Hafen von Mariel auch während der Kubakrise 1962. Bild: Luftaufnahme des US-Verteidigungsministeriums zeigt angeblich den Verlad von sowjetischem Raketenzubehör. (5. November 1962)
U.S. Department of Defense
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Zehn Sekunden dauerte die Begegnung zwischen dem US-Präsidenten Barack Obama und dem kubanischen Staatschef Raúl Castro an der Trauerfeier für Mandela in Südafrika. Ein Handschlag, ein paar Worte, das wars. Doch welche Worte? Vielleicht ein kurzes, männerbündlerisches «Wann kommen wir ins Geschäft?»? Wahrscheinlich nicht, doch letztlich ist es das, was Obama und Raúl Castro antreibt, einander näherzukommen und sich nach über 50 Jahren Feindschaft endlich zu versöhnen. «Es ist die Wirtschaft, Dummkopf.» Was einst Bill Clinton auf den Punkt brachte.

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