Kubaner können wieder Briefe in die USA schicken

Briefe oder Pakete – nach über fünf Jahrzehnten soll der direkte Postversand zwischen den USA und Kuba wiederhergestellt werden. Das haben die beiden Ländern beschlossen.

Die Eiszeit geht langsam vorüber: Kuba und USA nehmen nach fünf Jahrzenten den direkten Postverkehr wieder auf. (Archivbild)

Die Eiszeit geht langsam vorüber: Kuba und USA nehmen nach fünf Jahrzenten den direkten Postverkehr wieder auf. (Archivbild) Bild: AP/ Ramon Espinosa

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Nach mehr als fünf Jahrzehnten wollen die USA und Kuba wieder den direkten Versand von Briefen und Paketen zwischen beiden Ländern ermöglichen. Auf eine entsprechende Abmachung einigten sich die Unterhändler aus Washington und Havanna. Dies berichtete der Sprecher des US-Aussenministeriums, Joseph Crook. Die kubanische Botschaft in Washington teilte mit, in den kommenden Wochen solle ein Plan mit dem Ziel umgesetzt werden, den Postverkehr dauerhaft einzurichten.

Vorgesehen sind mehrere Postflüge pro Woche. Bisher wurde der Postverkehr zwischen den USA und Kuba über Drittländer abgewickelt. Die Abmachung ist der jüngste Schritt in der Normalisierung des Verhältnisses beider Länder.

Die Eiszeit ist langsam vorbei

Die USA hatten nach der sozialistischen Revolution von Fidel Castro Anfang der 1960er Jahre die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu Kuba abgebrochen. Nach jahrzehntelanger Eiszeit nahmen beide Länder im Juli wieder diplomatische Beziehungen auf. Diese sollen nun allmählich normalisiert werden.

Nach Angaben des US-Aussenministeriums wurden die jüngsten Verhandlungen in Miami auf amerikanischer Seite von der Chefin der Abteilung für internationale Beziehungen der US-Post, Lea Emerson, geführt. An der Spitze der kubanischen Delegation stand der Botschafter der Landes in den USA, Jose Ramon Cabanas Rodriguez. (afo/sda)

Erstellt: 12.12.2015, 04:01 Uhr

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