Zum Hauptinhalt springen

Letzter Abu-Ghraib-Folterer wieder auf freiem Fuss

Nach sechseinhalb Jahren ist Charles Graner vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden. Der Soldat büsste für unmenschliche Behandlung von Gefangenen im irakischen Gefängnis Abu Ghraib.

Teil des grossen Abu-Ghraib-Skandals: Charles Graner (Mitte mit schwarzer Kappe) scheint auf dem Bild einen von mehreren gefesselten Gefangenen zu schlagen.
Teil des grossen Abu-Ghraib-Skandals: Charles Graner (Mitte mit schwarzer Kappe) scheint auf dem Bild einen von mehreren gefesselten Gefangenen zu schlagen.
Keystone

Nach dem Verbüssen eines Teils seiner Haftstrafe ist der wegen der Misshandlung von Gefangenen im Lager Abu Ghraib im Irak verurteilte ehemalige US-Soldat Charles Graner wieder auf freiem Fuss. Wie eine Armeesprecherin mitteilte, verliess Graner gestern das einzige Hochsicherheitsgefängnis der Armee, Fort Leavenworth im US-Bundesstaat Kansas.

Der 42-Jährige habe mehr als sechseinhalb Jahre der insgesamt zehnjährigen Haft abgesessen, sagte die Sprecherin. Wegen guter Führung und Teilnahme an Arbeitsprogrammen sei er auf Bewährung früher entlassen worden. Bis zum 25. Dezember 2014 stehe ihm ein Bewährungshelfer der Armee zur Seite. Nähere Angaben wollte die Sprecherin nicht machen.

Mit Freundin durch Fotos bekannt geworden

Die Erniedrigung und Misshandlung Gefangener durch US-Soldaten in Abu Ghraib war im April 2004 durch die Veröffentlichung von Fotos bekannt geworden. Während Graner später zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde, erhielt seine ehemalige Freundin Lynndie England eine dreijährige Gefängnisstrafe.

England wurde bekannt durch Fotos, auf dem sie einen nackten irakischen Gefangenen an einem Hundehalsband führt oder auf die Genitalien eines nackten Häftlings zeigt. Insgesamt wurden sieben Wachen und vier niedrigrangige Offiziere verurteilt. Graner ist der letzte von ihnen, der wieder frei kommt.

AFP/rub

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch