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«Man kann nicht mit einem Krebsgeschwür verhandeln»

Der russische Oppositionelle Garri Kasparow griff Wladimir Putin vor dem US-Senat frontal an. Er forderte unter anderem, die Ukraine mit Waffen zu unterstützen.

chk
«Für Putin gibt es keine rote Linie mehr»: Der russische Oppositionelle Garri Kasparow in Washington. (4. März 2015)

Der russische Oppositionelle Garri Kasparow hat in einer Anhörung vor dem US-Senat die USA und den Rest der Welt aufgerufen, Russlands Staatschef Wladimir Putin weiter zu isolieren und die Ukraine mit Waffen zu unterstützen.

«Man kann nicht mit einem Krebsgeschwür verhandeln. Wie ein Krebsgeschwür müssen Putin und seine Eliten herausgeschnitten werden», sagte Kasparow vor den Mitgliedern der Kongresskammer. Auch die russischen Oligarchen, die Putin unterstützen, müssten dazu gezwungen werden, sich von ihm abzuwenden.

Kasparow machte Putin auch für den Mord an dem russischen Oppositionspolitiker Boris Nemzow verantwortlich. «Boris Nemzow wurde getötet, weil er getötet werden konnte», sagte Kasparow. «Putin und seine Eliten sind der Ansicht, dass sie nach 15 Jahren an der Macht, alles tun können, es gibt keine rote Linie mehr.»

Die Russen wollten in Freiheit leben, aber «eine Diktatur zu besiegen, die globalisiert, reich an Energie und stark angesichts der stillschweigenden Unterstützung der freien Welt ist, ist zu viel verlangt», sagte Kasparow.

Putin hatte den am späten Freitagabend begangenen Mord an Nemzow in Moskau am Mittwoch in seiner ersten Stellungnahme zu der Tat als «Schande» für Russland bezeichnet.

Die Senatsanhörung hatte offiziell «die russische Aggression in Osteuropa» zum Thema. Dies bezog sich auf den Konflikt der ukrainischen Armee mit prorussischen Separatisten im Osten des Landes sowie auf die angespannte Lage in Moldau und in Georgien.

(SDA)

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