Nasa lädt russischen Weltraum-Chef aus

Die US-Behörde bat Dmitri Rogosin zu einem Arbeitsbesuch. Das rief mehrere Senatoren auf den Plan.

Reist vorderhand nicht nach Houston: Dmitrij Rogosin. Bild: AFP

Reist vorderhand nicht nach Houston: Dmitrij Rogosin. Bild: AFP

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Der Chef der US-Weltraumbehörde Nasa, Jim Bridenstine, hat auf politischen Druck hin eine Einladung an seinen russischen Amtskollegen Dmitri Rogosin zu einem Arbeitsbesuch in den USA zurückgezogen. Das sagte Bridenstine in einem Interview der «Washington Post», das die Zeitung am Samstag veröffentlichte.

«Wir haben von mehreren Senatoren gehört, dies sei keine gute Idee», sagte Bridenstine mit Blick auf den zunächst geplanten Besuch. Daraufhin habe er die Einladung zurückgezogen. Zuvor hatten vor allem Politiker der US-Demokraten Druck auf die Nasa ausgeübt. Rogosin war 2014 auf die US-Sanktionsliste gesetzt worden. Damals hatten die Demokraten unter Präsident Barack Obama das Sagen im Weissen Haus.

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos verlangte am Samstag von der Nasa eine offizielle Stellungnahme. Die Raumfahrtbehörde schrieb auf Twitter, man warte auf eine Erklärung zur Organisation des Besuchs der russischen Delegation. Es habe zuvor eine Einladung für einen Besuch in den USA vorgelegen. Roskosmos betonte, die Vorbereitungen für die Verhandlungen über die künftige Zusammenarbeit mit der Nasa seien noch nicht ausgesetzt worden.

Noch funktioniert die Zusammenarbeit

Russland hatte vor gut fünf Jahren die ukrainische Halbinsel Krim annektiert, was Sanktionen der USA und auch der EU nach sich zog. Nasa-Chef Bridenstine hatte im Oktober der russischen Nachrichtenagentur Tass gesagt, die US-Regierung habe beschlossen, Rogosin vorübergehend von der Sanktionsliste zu nehmen, damit er auf Einladung der Nasa in die USA einreisen dürfe.

In Zeiten zunehmender Spannungen zwischen Moskau und Washington ist die Raumfahrt bisher eines der Gebiete, auf dem die Zusammenarbeit noch gut funktioniert. Beispielsweise nutzt die Nasa russische Transporter zur Beförderung ihrer Astronauten ins All. Die internationale Raumstation ISS wird von russischen und amerikanischen Raumfahrern bewohnt. (nlu/sda)

Erstellt: 05.01.2019, 20:43 Uhr

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