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Nestor Kirchner wird Unasur-Generalsekretär

Der argentinische Ex-Präsident und Ehemann der aktuellen Präsidentin übernimmt die Führung des südamerikanischen Staatenbundes. Doch Kirchner hat noch andere Pläne.

Erster Chef von Unasur: Nestor Kirchner am 24. März in Buenos Aires.
Erster Chef von Unasur: Nestor Kirchner am 24. März in Buenos Aires.

Die Union südamerikanischer Nationen (Unasur) hat den argentinischen Ex-Präsidenten Nestor Kirchner zu ihrem Generalsekretär ernannt. Bislang hatte der 2008 gegründete Staatenbund keine offizielle Führungsspitze.

Die Staats- und Regierungschefs des Bündnisses sprachen sich am Dienstag bei einem Treffen in Argentinien einstimmig für den 60-jährigen Ehemann der amtierenden Präsidentin des Landes, Cristina Kirchner, aus. Der Generalssekretär wird für zwei Jahre gewählt und darf sich während dieser Zeit ausschliesslich supranationalen Themen widmen. Das könnte für Kirchner problematisch werden, da er plant, sich bei der Präsidentschaftswahl in Argentinien im nächsten Jahr um die Nachfolge seiner Frau zu bewerben.

Die Unasur soll den Staaten Südamerikas als Plattform zur regionalen Integration dienen. Der Hauptsitz der Organisation soll in Ecuadors Hauptstadt Quito errichtet werden, ein Parlament in der bolivianischen Stadt Cochabamba entstehen. Die Unasur gilt als Gegenbündnis zu der von den USA dominierten Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), deren Hauptsitz seit 1948 Washington D.C. ist. Der Unasur gehören zwölf Staaten an: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Paraguay, Uruguay, Venezuela, Kolumbien, Peru, Surinam und Guinea.

ddp/oku

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