Netanyahu lobt Trump in den höchsten Tönen

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu ist auf Besuch in Washington. Was er da von US-Präsident Donald Trump hört, scheint ihm zu gefallen.

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Ungeachtet teils harscher internationaler Kritik hält US-Präsident Donald Trump die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels weiter für einen wichtigen Schritt in Richtung Frieden im Nahen Osten.

Er überlege, an der geplanten Eröffnung einer US-Botschaft im Mai in Jerusalem teilzunehmen, sagte Trump am Montag bei einem Besuch von Israels Premierminister Benjamin Netanyahu in Washington. «Wenn es geht, nehme ich teil», sagte Trump.

Netanyahu lobte Trump in den höchsten Tönen für dessen Entscheidung, die US-Botschaft von Tel Aviv zu verlegen und Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. «Daran wird sich das israelische Volk für alle Zeiten erinnern», sagte Netanyahu und fügte an Trump gewandt hinzu: «Andere haben davon geredet, Du hast es getan!» Am Montag kündigte als bisher einziges weiteres Land auch Guatemala die Eröffnung einer Botschaft in Jerusalem an.

Internationale Kritik

Ausserhalb der US-Regierung und Israels war die US-Entscheidung jedoch auf eine überwältigende Mehrheit von Kritikern gestossen. Die Palästinenser, die den von Israel annektierten Ost-Teil Jerusalems als Hauptstadt eines unabhängigen Staates beanspruchen, erkennen als Konsequenz der US-Entscheidung nun die Vermittlerrolle der USA nicht mehr an.

Trump hingegen hält einen Frieden im Nahen Osten unter der Vermittlung seiner Regierung weiter für möglich. «Was gäbe es, aus humanitärer Sicht, Besseres als einen Frieden zwischen Israel und den Palästinensern», sagte Trump. Bisher habe es niemand geschafft, in dem Dauer-Konflikt die Jerusalem-Frage zu lösen, sagte Trump. «Wir haben sie vom Tisch genommen», fügte er hinzu.

Die USA wollen im Mai neben ihrem bereits bestehenden Generalkonsulat in Jerusalem auch eine Botschaft – zunächst in kleinem Rahmen – eröffnen. Trump überlegt, ob er an einer Zeremonie teilnimmt. «Ich könnte, ich könnte», antwortete er am Montag auf entsprechende Reporterfragen.

Iran als Thema

Netanyahu sprach bei dem Treffen in Washington vor allem den Kampf gegen eine Bedrohung aus dem Iran als wichtigstes Nahost-Thema an. «Der Iran muss gestoppt werden», sagte er. Kurz zuvor hatte die Internationale Atomenergie-Behörde IAEA in Wien davor gewarnt, den Atomdeal zwischen den Uno-Vetomächten und Deutschland einerseits und dem Iran andererseits zu beenden. Netanyahu und Trump haben sich mehrfach dafür ausgesprochen.

An dem Treffen im Weissen Haus nahm auch US-Aussenminister Rex Tillerson teil. Das Weisse Haus erklärte, auch Trump-Schwiegersohn Jared Kushner sei beteiligt, ohne jedoch eine Teilnahme Kushners direkt zu bestätigen. Ihm war zuvor wegen Sicherheitsbedenken der Zugang zu hochgeheimen Dokumenten verwehrt worden.

Medien hatten berichtet, in vier Ländern, darunter Israel, habe es Überlegungen gegeben, Kushner zum eigenen Vorteil zu manipulieren. Netanyahu gilt als persönlicher Freund der Familie Kushner. (chk/sda)

Erstellt: 06.03.2018, 02:39 Uhr

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