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Obama auf heikler Gratwanderung

Angriffe von rechts und Kritik von links verärgern und verunsichern den amerikanischen Präsidenten.

Der Bau eines islamischen Zentrums in Manhattan war der Stolperstein, der Barack Obama noch gefehlt hatte. Nachdem er sich über Wochen zurückgehalten hatte, geriet der Präsident am Wochenende mit einer typisch abwägenden Stellungnahme mitten in den Sturm. Damit schafft er sich nur mehr Feinde, ohne jedoch neue Freunde zu gewinnen.

Obama wollte die Entscheide der New Yorker Behörden und von Bürgermeister Michael Bloomberg abwarten, bevor er sich zum Bau des Zentrums in der Nähe des Ground Zero äusserte. Am Freitagabend dann ergriff er das Wort: Er verstehe die Emotionen um das Bauvorhaben, denn der Ground Zero sei in der Tat ein geheiligter Ort, sagte er an dem traditionsgemäss vom Weissen Haus ausgerichteten Fastenbrechen während des Ramadan. Aber: «Dies ist Amerika, und unsere Verpflichtung zur religiösen Freiheit ist unerschütterlich. Dass Menschen aller Glaubensrichtungen in diesem Land willkommen sind und von der Regierung nicht ungleich behandelt werden können, ist ein unverrückbares Prinzip. Es steht dafür, wer wir sind.»

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