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Obama holt Rat bei Franziskus

Nach Havanna reist der Papst weiter nach ­Washington zum ­US-Präsidenten. Und hält als erster Pontifex eine Rede vor dem ­US-Kongress.

Der US-Präsident und der Papst demonstrierten zuletzt Einigkeit: Obama bei seinem Besuch im Vatikan im März 2014.
Der US-Präsident und der Papst demonstrierten zuletzt Einigkeit: Obama bei seinem Besuch im Vatikan im März 2014.
Keystone

1960 argwöhnte der berühmte Erweckungsprediger Billy Graham, der Katholik John F. Kennedy dürfe nicht US-Präsident werden, weil er sich beim Papst Rat holen würde. 55 Jahre später bittet der US-Kongress ganz offiziell um den Rat von Papst Franziskus. Am 24. September wird er als erster Pontifex vor dem Senat und dem Abgeordnetenhaus sprechen. Zweifellos ein Höhepunkt seiner USA-Reise vom 22. bis zum 28. September und ein historisches Ereignis. Lange genug hatten die protestantisch geprägten US-Eliten jegliche Beziehungen zum Heiligen Stuhl abgelehnt. Erst die persönliche Freundschaft zwischen dem Republikaner Ronald Reagan und Papst Johannes Paul II. führte 1985 zur Aufnahme offizieller diplomatischer Beziehungen.

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