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Obama soll den Dalai Lama wieder ausladen

China drängt auf eine Absage des heutige Treffens zwischen dem US-Präsidenten und dem geistlichen Oberhaupt Tibets. Gleichzeitig rügte Obama den Kongress für das Verhalten gegenüber dem Dalai Lama.

Traf den US-Präsidenten bereits im vergangenen Jahr: Der Dalai Lama wird nach einer Pressekonferenz von John Boehner begleitet. (7. Juli 2011)
Traf den US-Präsidenten bereits im vergangenen Jahr: Der Dalai Lama wird nach einer Pressekonferenz von John Boehner begleitet. (7. Juli 2011)
Reuters

China hat die USA aufgefordert, eine Einladung an den Dalai Lama zu einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama rückgängig zu machen. Zuvor hatte Obama das geistliche Oberhaupt der Tibeter für heute ins Weisse Haus eingeladen.

China sei gegen jegliches Treffen eines ausländischen Beamten mit dem Dalai Lama, erklärte der Sprecher des chinesischen Aussenministeriums, Hong Lei. Die USA würden darum gebeten, ihre Einladung zurückzunehmen, um eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas zu vermeiden.

Dialog unterstützen

In einer Erklärung hatte das Weisse Hauses bekannt gegeben, das Treffen unterstreiche die «kräftige Unterstützung» des Präsidenten für die «Bewahrung der einzigartigen religiösen, kulturellen und sprachlichen Identität Tibets und den Schutz der Menschenrechte der Tibeter».

Der US-Präsident unterstütze einen Dialog zwischen Vertretern des Dalai Lama und der chinesischen Regierung, hiess es weiter. Das Treffen ist für 11.30 Uhr Ortszeit (17.30 Uhr MESZ) geplant.

Kritik am Kongress

Obama hatte zuvor den Kongress in Washington dafür kritisiert, dass er das Oberhaupt der Exil-Tibeter nicht empfangen hatte und sich so dem Druck Chinas gebeugt habe. Der Dalai Lama hält sich seit Anfang des Monats in Washington auf.

Obama hatte den Dalai Lama bereits im vergangenen Jahr zum Ärger Pekings getroffen. Die chinesische Führung sieht in dem Tibeter einen Separatisten, der unter religiösem Deckmantel agiert. Der 75- Jährige setzt sich seit seiner Flucht aus dem von China besetzten Tibet 1959 für eine friedliche Lösung des Konflikts und mehr Autonomie für die Region ein. Im Jahr 1989 wurde er dafür mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

(SDA)

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