Zum Hauptinhalt springen

Obama über seinen grössten Fehler

Der US-Präsident bedauert einige politische Entscheide. Seine Syrien-Politik gehört aber offenbar nicht dazu.

Will Libyen vom IS befreien: US-Präsident Barack Obama in einer Diskussion an der juristischen Fakultät in Chicago. (7. April 2016)
Will Libyen vom IS befreien: US-Präsident Barack Obama in einer Diskussion an der juristischen Fakultät in Chicago. (7. April 2016)
Mandel Ngan, AFP
Nach dem Sturz Ghadhafis verloren die Nato-Staaten rasch das Interesse an Libyen – prompt brachen Chaos und bürgerkriegsähnliche Zustände aus.
Nach dem Sturz Ghadhafis verloren die Nato-Staaten rasch das Interesse an Libyen – prompt brachen Chaos und bürgerkriegsähnliche Zustände aus.
Maher Alawami, Keystone
In der Zwischenzeit haben der IS und andere jihadistische Gruppen Brückenköpfe gebildet. Libyens Sicherheitskräfte versammeln sich zur Sicherung der Hauptstadt Tripolis. (9. Februar 2015)
In der Zwischenzeit haben der IS und andere jihadistische Gruppen Brückenköpfe gebildet. Libyens Sicherheitskräfte versammeln sich zur Sicherung der Hauptstadt Tripolis. (9. Februar 2015)
Keystone
1 / 6

Barack Obama blickt auf seine Amtszeit als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zurück. Er habe vieles erreicht, doch auch Fehler gemacht, sagt er in einem Interview mit «Fox News Sunday».

Als seinen grössten Fehler bezeichnet Obama die US-Militärintervention in Libyen. «Ich habe es in dieser Sache versäumt, die richtigen Entscheidungen zu treffen», so Obama.

Gemeint ist dabei die Intervention, bei der auch Libyens Machthaber Muammar al-Ghadhafi gestürzt wurde. Seither sei das Land in Aufruhr und bewege sich in einer Abwärtsspirale.

Keine stabile Regierung aufgebaut

Obama sowie die damalige US-Aussenministerin Hillary Clinton argumentieren, dass es nicht primär der Tod Ghadhafis war, der das Chaos verursachte. Vielmehr war es das Versäumnis, in den darauf folgenden Tagen eine stabile Regierung in Libyen aufzubauen, heisst es in einem Bericht von ABC News. Dies hätte den Ablegern des Islamischen Staates (IS) ermöglicht, im Land Fuss zu fassen.

Obama spricht aber auch von Errungenschaften. Seinen grössten Erfolg sieht er darin, die USA vor einer grossen Depression bewahrt zu haben, nachdem er das Amt des Präsidenten während der Finanzkrise im Jahr 2008 antrat.

Syrien war nicht das Thema

Vielfach wurde der Präsident wegen seiner Syrien-Politik kritisiert. Laut einem Bericht der «Frankfurter Allgemeinen» argumentierte Obama den Entscheid, nicht in Syrien einzumarschieren, mit zu grossen Verlusten aus menschlicher und finanzieller Sicht.

Der Präsident hatte im Dezember 2015 ausgeführt, dass er nur dann einen massiven Einsatz von Bodentruppen erwägen würde, wenn der IS einen Anschlag in den USA verüben würde, der die Amerikaner daran hinderte, ihren Alltag wie gewohnt fortzusetzen, heisst es im Artikel weiter.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch