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Obama und McCain in Umfragen gleichauf

Vor den Parteitagen von Demokraten und Republikanern kommen die Präsidentschaftskandidaten Barack Obama und John McCain bei Wählerbefragungen auf ähnliche Werte.

In zwei heute veröffentlichten Umfragen kam Obama auf 45 Prozent, McCain auf 42 Prozent. Eine Umfrage wurde im Auftrag des Fernsehsenders CBC News und der Zeitung «New York Times» durchgeführt, die zweite von NBC News und dem «Wall Street Journal». Die Fehlermarge wurde mit drei Prozentpunkten angegeben. Noch vor zwei Wochen lag Obama mit sechs Punkten in Führung.

Dass McCain in der Wählergunst aufholt, zeigte eine Mittwoch veröffentlichte Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Gemäss dieser Umfrage kam der Republikaner auf 46 Prozent. Damit lag McCain erstmals vor Obama, der von 41 Prozent der Befragten gewählt worden wäre.

Baldige Entscheide zu «Running mate»

Mit Spannung wird in den USA die Entscheidung der beiden Bewerber über ihren jeweiligen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten erwartet. Es gilt als wahrscheinlich, dass Obama seine Wahl bis Samstag bekanntgibt. Als Favorit gilt der 65-jährige Joe Biden, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Senat.

Der republikanische Kandidat McCain will unmittelbar nach dem Parteitag der Demokraten seinen «Running mate» benennen.

Drei Rededuelle vereinbart

Die beiden Kandidaten verständigten sich unterdessen auf drei Rededuelle bis zur Wahl. Zum ersten Mal werden die Kandidaten am 26. September an der Universität von Mississippi zusammentreffen und angeleitet von einem Moderator in erster Linie über Aussen- und Sicherheitspolitik diskutieren. Am 7. Oktober wird es an der Belmont Universität im Staat Tennessee eine offenere Diskussion geben, bei der Zuschauer vor Ort und Internetnutzer Fragen an die Kandidaten richten dürfen. Am 15. Oktober, etwa drei Wochen vor der Wahl am 4. November, werden McCain und Obama an der Hofstra-Universität im Staat New York über Innen- und Wirtschaftspolitik debattieren.

Die jeweiligen Kandidaten für die Vizepräsidentschaft sollen Anfang Oktober zu einem Rededuell zusammentreffen. Deren Nominierung steht unmittelbar bevor: Die Convention der Demokraten in Denver endet am 28. August. Damit hat McCain, der am 29. August 72 Jahre alt wird, drei Tage Zeit, ehe am 1. September in St. Paul der Parteitag der Republikaner beginnt.

Beide kritisieren sich als abgehoben

McCain geriet unterdessen in Erklärungsnot. Auf Nachfrage eines Politikforums konnte er nicht sagen, wie viele Immobilien er und seine vermögende Frau Cindy eigentlich besässen. Sein Team werde die Antwort nachliefern, sagte er «Politico» zufolge. Die McCains besässen mindestens vier Immobilien in drei Staaten, hiess es später. Obama nutzte McCains Erinnerungslücke sogleich, um McCain als abgehoben darzustellen. «Wenn Sie wie ich sind und ein Haus haben oder wie die Millionen Menschen, die derzeit Schwierigkeiten haben, ihre Hypotheken zu bezahlen, damit sie ihr Haus nicht verlieren, dann haben sie wahrscheinlich eine andere Sichtweise», sagte Obama.

Bislang versuchte McCains Wahlkampfteam immer wieder, Obama als abgehoben darzustellen. Das Vermögen von McCains Frau Cindy wird auf etwa 100 Millionen Dollar geschätzt. Der Senator aus Arizona war zuvor bei einer Debatte in die Kritik geraten, als er sagte, ein Amerikaner sei erst ab einem Einkommen von fünf Millionen Dollar als reich zu bezeichnen.

AP/vin

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