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Obama verspricht Indien Hilfe im Kampf gegen den Terror

Zwei Jahre nach der Terrorserie von Mumbai erinnerte US-Präsident Barack Obama an die Opfer. Er sicherte Indien die Unterstützung der USA im Kampf gegen den Terror zu.

Das Bad in der Menge: Barack Obama geniesst den Austausch mit Studenten.
Das Bad in der Menge: Barack Obama geniesst den Austausch mit Studenten.
Keystone
Kennen keine Berührungsängste: Barack und Michelle Obama im Gespräch mit Kindern.
Kennen keine Berührungsängste: Barack und Michelle Obama im Gespräch mit Kindern.
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Erinnerungsfoto mit Obama: Eine junge Inderin lässt sich mit dem US-Präsidenten ablichten.
Erinnerungsfoto mit Obama: Eine junge Inderin lässt sich mit dem US-Präsidenten ablichten.
Keystone
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Barack Obama warb in Mumbai, dem früheren Mumbai, für verbesserte Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. Indien sei «einer der am schnellsten wachsenden Märkte der Welt» und ein potenzieller Abnehmer von US-Produkten, sagte er in einer Rede vor indischen und US-Unternehmern.

Dennoch sei der Handel seines Landes mit der aufsteigenden Wirtschaftsmacht noch immer geringer als mit den Niederlanden. «Ich habe keine Zweifel, dass wir das besser hinkriegen können - es gibt keinen Grund, warum dieses Land nicht einer unserer Haupthandelspartner sein kann», sagte Obama.

Neue Jobs dank Handelsverträgen

Der US-Präsident, der gerade wegen der schlechten Wirtschaftsentwicklung und den hohen Arbeitslosenzahlen in den USA eine herbe Wahlschlappe bei den Kongresswahlen einstecken musste, kündigte Handelsverträge über rund zehn Milliarden Dollar an, die nach seinen Angaben rund 50'000 Arbeitsplätze in den USA schaffen sollen.

Dazu gehören unter anderem der Kauf von 30 Maschinen des US- Flugzeugbauers Boeing durch die indische Fluggesellschaft Spice Airlines für 7,7 Milliarden Dollar. Obama kündigte zudem eine Reform der US-Exportkontrollen an, um den Handel mit Indien zu erleichtern. Aber auch das südasiatische Land müsse Handels- und Investitionshemmnisse abbauen, um die Entstehung von Jobs und Wachstum zu fördern, mahnte Obama.

Kampf gegen Extremisten

Zuvor hatte Obama an die Opfer der Anschläge von November 2008 erinnert. «Wir werden niemals vergessen», sagte Obama am Samstag im Taj-Mahal-Hotel, das zu den Zielen der Terrorserie mit 166 Toten gehörte. Er versicherte, sein Land stehe solidarisch zu Indien im Vorgehen gegen Extremisten. Obama erwähnte dabei nicht, dass die Extremisten aus dem benachbarten Pakistan kamen - dem Verbündeten der USA in der Region im Kampf gegen den Terror und Indiens Erzrivale.

Bei einem Auftritt vor Studenten am Sonntag in Neu Delhi räumte der US-Präsident jedoch ein, dass Pakistans Vorgehen gegen den Terror trotz erster Erfolge nicht so schnell vorangehe wie erhofft. «Wir werden mit der pakistanischen Regierung zusammenarbeiten, um diesen Extremismus auszuradieren, den wir für ein Krebsgeschwür halten, das das Land potenziell verschlingen kann.»

Aufruf zum Dialog

Obama rief Indien auch zum Dialog mit Pakistan auf. Friedensgespräche zwischen den Nachbarländern liegen seit der Terrorserie von Mumbai auf Eis. «Meine Hoffnung ist es, dass sich im Laufe der Zeit Vertrauen zwischen den beiden Ländern entwickelt, dass ein Dialog zustande kommt, vielleicht zuerst bei weniger umstrittenen Themen, als Schritt hin zu konfliktreicheren Themen», sagte Obama

Der US-Präsident war am Samstag gemeinsam mit seiner Frau Michelle in Mumbai eingetroffen, wo seine zehntägige Reise durch vier Länder Asiens begann. In der Wirtschaftsmetropole besuchten sie das Mahatma-Gandhi-Museum. Obama ist ein erklärter Verehrer des indischen Unabhängigkeitskämpfers. Bei einer Zeremonie zum Hindu-Fest der Lichter liessen die Obamas am Sonntag protokollarische Gepflogenheiten beiseite und tanzten mit Kindern.

SDA/pbe/ske

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