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Obamas schlimmster Moment

Es sei der schrecklichste Tag in seiner Amtszeit gewesen, sagte der US-Präsident: Ein Bild aus dem Weissen Haus zeigt den Augenblick, als Barack Obama vom Massaker in Newtown erfährt.

Der schlimmste Tag seiner Amtszeit: Barack Obama erfährt vom Massaker in Newtown.
Der schlimmste Tag seiner Amtszeit: Barack Obama erfährt vom Massaker in Newtown.
Pete Souza/The White House
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Den 14. Dezember 2012 wird Amerika niemals vergessen. Es war der Tag, als der 20-jährige Amokschütze Adam Lanza in die Schule von Newtown stürmte und 26 Menschen und sich selbst erschoss. Barack Obama bezeichnete den Tag als schlimmsten seiner Amtszeit.

Wie niedergeschlagen und traurig der US-Präsident war, zeigt nun ein Bild, dass das Weisse Haus heute veröffentlicht hat. Mit verschränkten Armen, verschlossenen Augen und zur Seite geneigtem Kopf sitzt Obama auf der Rückenlehne eines Sofas, während ihm sein Anti-Terror-Berater John Brennan die schreckliche Nachricht überbringt.

Erster Schultag

Newton versucht derweil zur Normalität zurückzukehren. Knapp drei Wochen nach dem Amoklauf in einer Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut hat für die überlebenden Kinder und Lehrkräfte gestern wieder der Schulalltag begonnen. Rund um das neue Gebäude in der Nachbargemeinde Monroe herrschten jedoch strikte Sicherheitsvorkehrungen und massiver Polizeischutz.

Der Unterricht fand in einem stillgelegten Unterrichtsgebäude der Nachbargemeinde Monroe statt, das modernisiert und der alten Schule nachempfunden wurde. Selbst die Bilder und Malkreiden wurden von der Sandy-Hook-Schule in das etwa zehn Kilometer entfernte neue Gebäude gebracht, damit sich die Kinder dort heimisch fühlen konnten.

Schneeflocken aus Papier

Die Wände des neuen Schulgebäudes waren mit Schneeflocken aus Papier geschmückt, die zahlreiche Schulen «aus aller Welt» geschickt hatten, wie die zuständige Schulbehörde mitteilte. Willkommensschilder und grüne Schleifen sowie grüne und weisse Luftballons in den Farben der Sandy-Hook-Schule flankierten den Schulweg der rund 500 fünf- bis zehnjährigen Kinder.

Der erste Schultag fand unter strikten Sicherheitsvorkehrungen statt. Die Polizei hielt alle Autos im Bereich der Schule an und kontrollierte die Identität der Fahrer, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Sicherheitskräfte hielten Pressevertreter auf Abstand, um den Rummel um den ersten Schultag nach der Katastrophe zu dämpfen.

Ein normaler Tag

«Wir wollen einen normalen Tag und das tun, was gut für die Kinder ist», hatte die Chefin der regionalen Schulbehörde, Janet Robinson, bereits am Mittwoch angekündigt. Wichtig sei, dass die Schüler ihre «Routine» wiederfänden. Keith White, Sprecher der Polizei von Monroe, betonte, die neue Schule sei nun wahrscheinlich «die sicherste der Vereinigten Staaten».

Bereits am Mittwoch konnten Schüler und Eltern das über den Jahreswechsel hergerichtete neue Gebäude besuchen. Auch am Donnerstag waren die Eltern dort willkommen. Einige Kinder kamen aber auch am ersten Tag bereits wieder mit dem Schulbus. «Ich bin noch nicht sicher, ob ich bereit bin, die Kinder wieder zurückfahren zu lassen», sagte allerdings eine Mutter vor Ort dem TV-Sender CNN.

Debatte über Waffengesetz

Der 20-jährige Amokschütze Adam Lanza hatte am 14. Dezember 20 Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren sowie sechs Frauen und schliesslich sich selbst erschossen. Zuvor hatte er zu Hause seine Mutter getötet. Am Wochenende wurde er von seinem Vater in aller Stille bestattet.

Der Amoklauf im Bundesstaat Connecticut löste in den USA eine heftige Debatte über die Waffengesetze aus. Präsident Barack Obama, der den 14. Dezember als den schwärzesten Tag seiner Amtszeit bezeichnete, kündigte zum Jahreswechsel an, dass er sich für eine Verschärfung der Waffengesetze einsetzen werde.

AFP/wid

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