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Obamas Tanz durch die Swing States

Wer US-Präsident werden will, muss vor allem dort punkten, wo das Wahlresultat traditionell knapp ausfällt. Barack Obama machte sich darum zu einer Tour durch die Swing States auf.

Die Promotour ist in vollem Gang: Barack Obama bei einer Ansprache in einer High School in Ohio. (3. September 2012)
Die Promotour ist in vollem Gang: Barack Obama bei einer Ansprache in einer High School in Ohio. (3. September 2012)
Keystone

Barack Obama ist vor Beginn des Parteitags der Demokraten voll im Wahlkampfmodus. Der US-Präsident tourte am Montag durch den hart umkämpften Bundesstaat Ohio, bevor er die vom Sturm Isaac verwüsteten Gebiete in Louisiana besuchte.

Der Amtsinhaber gönnte sich auch am Feiertag Labor Day, der traditionell das Ende des Sommers markiert, keine Auszeit. Nachdem er und Vize-Präsident Joe Biden am Sonntag getrennt durch Iowa, Colorado und Virginia getourt waren, trat der Präsident am Montag bei einer Kundgebung im Bundesstaat Ohio auf.

Die vier Bundesstaaten gehören zu den sogenannten Swing States, wo das Wahlresultat jeweils sehr knapp ausfällt. Umso mehr werden diese Bundesstaaten im Wahlkampf von den Kandidaten umworben.

«Eine Lawine an Beleidigungen»

Bei seinen Ansprachen verteidigte Obama vor allem seine Gesundheitsreform und griff dabei seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney scharf an.

«Gouverneur Romney hat versprochen, sich an seinem ersten Tag im Amt hinzusetzen, einen Stift zu nehmen und Obamacare zurückzunehmen», sagte der US-Präsident am Sonntag (Ortszeit) bei einer Rede an der Universität von Colorado. «Er würde damit Millionen Amerikanern mit bestehenden gesundheitlichen Problemen die Hoffnung nehmen.»

Ausserdem stimmte Obama seine Anhänger auf harte Angriffe der Republikaner ein. «Die andere Seite wird mehr Geld ausgeben, als wir jemals gesehen haben, eine Lawine an negativen Werbespots und Beleidigungen auslösen und sich einfach Sachen ausdenken», sagte Obama.

«Keine einzige neue Idee präsentiert»

Ferner warf Obama seinem Herausforderer Romney eine gestrige Politik vor. Bei seiner Nominierungsrede auf dem Parteitag der Republikaner in Tampa habe Romney «nicht eine neue Idee» präsentiert, sagte Obama bei einem Wahlkampf-Auftritt in Boulder im Bundesstaat Colorado am Sonntag.

Ungeachtet der aktuellen Herausforderungen hätten die Republikaner auf ihrem Parteitag ein Programm vorgelegt, «das eher für das vergangene Jahrhundert geeignet ist». Diese Art Wirtschaftspolitik habe den USA überhaupt die aktuelle Konjunkturmisere eingebracht.

Obama kritisierte Romney auch dafür, dass er in seiner Rede kein Wort über den Krieg in Afghanistan verloren habe. «Wir bringen unsere Soldaten aus Afghanistan nach Hause», sagte der Präsident. «Und ich habe einen Zeitplan festgelegt - wir werden sie dort 2014 rausgeholt haben. Gouverneur Romney hat keinen Zeitplan. Ich denke, er liegt falsch.»

Romney weilt im Ferienhaus

Der angegriffene Romney verbrachte den Sonntag in seinem Ferienhaus in New Hampshire und verliess es nur, um zur Kirche zu gehen.

Während des Demokratischen Parteitags wolle er sich vor allem auf die drei Fernsehdebatten vorbereiten, die am 3. Oktober beginnen, teilten seine Berater mit. Den Wahlkampf für die Republikaner soll stattdessen sein Vize-Kandidat Paul Ryan führen.

In Charlotte im Bundesstaat Carolina versammelten sich unterdessen die demokratischen Delegierten zu ihrem dreitägigen Kongress, bei dem Obama offiziell zum Präsidentschaftskandidaten seiner Partei gekürt werden soll.

Das dreitägige Politikspektakel beginnt am Dienstag. Im Zentrum des ersten Tages steht die Rede der First Lady Michelle Obama. Hauptredner des zweiten Tages ist dann Ex-Präsident Bill Clinton. Obama wird am Mittwoch in Charlotte erwartet, wo er zum Abschluss am Donnerstag seine Rede halten wird.

SDA/fko

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