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Ölpest: BP will das Loch anders stopfen

Statt Zement in das Ölfeld zu pumpen, will BP eine neue Abdichtung über dem Bohrloch anbringen. Das soll die endgültige Versiegelung der Quelle beschleunigen.

Riesige Naturkatastrophe: Ein Ölfilm überzieht Pensacola Beach in Florida.
Riesige Naturkatastrophe: Ein Ölfilm überzieht Pensacola Beach in Florida.
AFP

BP will die endgültige Versiegelung der vor gut vier Monaten leckgeschlagenen Ölquelle im Golf von Mexiko mit einer Planänderung beschleunigen.

Statt eines erneuten Versuchs, weiteren Zement in das inzwischen provisorisch verschlossene Ölfeld zu pumpen, solle nun eine neue Abdichtungsvorrichtung über dem Bohrloch in rund 1500 Metern Tiefe angebracht werden, teilte der britische Konzern mit. So könnten die Arbeiten an der Entlastungsbohrung schneller fortgesetzt werden.

Zeithorizont ist noch vage

Der Einsatzleiter der US-Regierung im Kampf gegen die schwerste Ölkatastrophe in der amerikanischen Geschichte, Thad Allen, stimmte dem Plan zu. Einen neuen Zeitrahmen nannte BP nicht. Nach den ursprünglichen Plänen hätte sich die Fortsetzung der Entlastungsbohrung bis Ende September oder Anfang Oktober hinziehen können.

Allen erklärte, die neue Vorrichtung werde dazu beitragen, dass das Ölfeld einem grösseren Druck bei der Entlastungsbohrung standhalte.

Ölquelle liegt 4000 Meter unter Meeresgrund

Mitte Juli hatte BP über dem leckgeschlagenen Bohrloch eine riesige Stahlkappe angebracht und damit das Austreten des Öls in den Golf von Mexiko beendet. Anfang August konnte der Konzern dann das Bohrloch mit Schlamm und Zement abdichten. Mit der neuen Bohrung soll die Ölquelle 4000 Meter unter dem Meeresgrund auch von unten auf diese Weise verschlossen werden.

Nach dem Untergang der Plattform «Deepwater Horizon» am 20. April waren bis dahin mehr als vier Millionen Barrel Öl ins Meer geflossen.

SDA/miw

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