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Pence verlässt auf Trumps Wunsch Stadion

Weil über 20 Football-Spieler während der Nationalhymne in die Knie gingen, lief US-Vizepräsident Mike Pence davon. Präsident Donald Trump ist «stolz» auf ihn.

Mehrere Spieler der San Francisco 49ers knieten am Sonntag, 15. Oktober, während der Nationalhymne im Stadion der Washington Redskins. Es blieb am 3. Spieltag nach Trumps Attacke auf die knienden Spieler der grösste Protest bei allen Partien.
Mehrere Spieler der San Francisco 49ers knieten am Sonntag, 15. Oktober, während der Nationalhymne im Stadion der Washington Redskins. Es blieb am 3. Spieltag nach Trumps Attacke auf die knienden Spieler der grösste Protest bei allen Partien.
Geoff Burke, Keystone
Solidarisch zeigten sich die Spieler des Bundesligisten Hertha Berlin am letzten Samstag beim Spiel gegen Schalke.
Solidarisch zeigten sich die Spieler des Bundesligisten Hertha Berlin am letzten Samstag beim Spiel gegen Schalke.
Annegret Hilse, AFP
Die US-Athleten Tommie Smith (Mitte) und John Carlos recken bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt ihre Fäuste zum Black-Power-Gruss in den Himmel.
Die US-Athleten Tommie Smith (Mitte) und John Carlos recken bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt ihre Fäuste zum Black-Power-Gruss in den Himmel.
Keystone
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US-Vizepräsident Mike Pence hat einen Stadion-Besuch abgebrochen, nachdem sich mehrere Football-Spieler bei der Nationalhymne hingekniet hatten. Der 58-Jährige verliess am Sonntag aus Protest das NFL-Spiel zwischen den Indianapolis Colts und den San Francisco 49ers. Im Kurzbotschaftendienst Twitter teilte er anschliessend mit: «Ich habe das heutige Colts-Spiel verlassen, weil Präsident Trump und ich keine Veranstaltung würdigen, die unsere Soldaten, unsere Flagge oder unsere Nationalhymne nicht respektiert.»

Jeder dürfe zwar seine eigene Meinung haben, erklärte der Stellvertreter von Präsident Donald Trump. Es sei aber «nicht zu viel von den NFL-Spielern verlangt, die Flagge und unsere Nationalhymne zu respektieren».

Mehr als 20 Profis der Gastmannschaft aus San Francisco hatten während der Hymne gekniet. 2016 hatte der frühere 49ers-Quarterback Colin Kaepernick als erster Spieler seinem Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA mit dem Kniefall Ausdruck verliehen.

Trump betonte am Sonntag seinerseits, dass die Aktion mit Pence abgesprochen gewesen sei. Er habe den Vizepräsidenten gebeten, die Arena zu verlassen, falls Spieler während der Nationalhymne knieten und «unser Land nicht respektieren», twitterte der 71-Jährige. Er sei «stolz» auf Pence und dessen Ehefrau Karen, die mit im Stadion war.

US-Präsident Trump liefert sich seit Ende September einen heftigen Streit mit Sportstars über deren angeblich mangelnde patriotische Gesinnung. Diese waren wiederholt aus Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt gegen Schwarze auf die Knie gegangen, während die Nationalhymne vor Beginn ihres Spiels ertönte.

AFP/chk

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